Alarm im Hünfelder Schulviertel
hk
Hünfeld
Ein Großaufgebot der Polizei hat am Mittwochmorgen das Hünfelder Schulviertel abgeriegelt. Zeugen hatten eine verdächtige Person gemeldet, die angeblich eine Waffe bei sich getragen haben soll.
Besorgte Schüler, Lehrer und Eltern: Die Aufregung in Hünfeld am Mittwochmorgen war riesig. Eine unbekannte Person hielt für etwa zwei Stunden Land und Leute auf Trab. Rund 50 uniformierte Polizeibeamte und weitere Ermittler in Zivilkleidung sicherten das Hünfelder Schulviertel ab. Eine männliche Person – vermutlich mit Waffe – hatte nach Zeugenberichten den Schulhof der Jahnschule überquert.
In unserem Bericht sind die Ereignisse im Hünfelder Schulviertel vom Mittwochmorgen festgehalten. Am Ende gab es eine große Überraschung! Um diese auch erst am Ende des Artikels aufzulösen, haben wir unseren Liveticker jetzt umgedreht.
9.50 Uhr Noch ist völlig unklar, was genau passiert ist. Die Polizei spricht demzufolge von einer unklaren Gefahrenlage. Alle Schulen im Schulviertel wurden präventiv abgesichert. Einsatzkräfte bewachen Ein- und Ausgänge, Im Stadtgebiet wird Streife gefahren und nach verdächtigen Personen Ausschau gehalten. Auf dem Gelände der Jahnschule soll eine Person mit einer Waffe gesichtet worden sein.
Genauere Angaben zu dieser Person können bislang nicht gemacht werden. Fest steht nur, dass es sich um eine männliche Person handelt, so die Polizei. Es liege zwar eine Beschreibung vor, die konnte bislang jedoch nicht offiziell bestätigt werden. Die Zeugenaussagen unterscheiden sich gravierend in den Altersangaben: Die verdächtige Person könnte demnach ein Schüler, aber auch ein etwa 30-jähriger Mann sein.
10.20 Uhr Großes Polizeiaufgebot in Hünfeld. Auch die Bundespolizei ist im Einsatz. Die Schulen im Schulviertel Hünfeld sind abgeriegelt. Niemand kommt rein, niemand kommt raus. Die Sicherheitsmaßnahme wurde ergriffen, weil in der Nähe der Jahnschule eine Person mit einer Waffe gesichtet wurde. Die Polizei spricht derzeit von einer unklaren Gefahrenlage. Betroffen sind die Paul-Gerhardt-Schule, die Konrad-Zuse-Schule, die Wigbertschule und die Jahnschule.
10.30 Uhr Ebenfalls abgeriegelt wurde die Christian-Andersen Schule. Die Polizei gibt an, dass die Sachlage etwa in der nächsten halben Stunde geklärt sein soll. Ein Tatverdächtiger wurde bereits festgenommen. Die Personenbeschreibung stimmte jedoch nicht überein, der Mann wurde freigelassen. Mittlerweile gibt es genauere Angaben zu der verdächtigen Person: Der Mann war bekleidet mit einer längeren grünen Jacke und Jeans. Vor sich habe er eine größere Waffe getragen. Laut Polizei handelt es sich vermutlich um eine sogenannte Pumpgun.
10.40 Uhr Die Polizei hat zwei weitere Verdächtige im Visier. Die Personen werden verhört. Zwei Lehrer der Jahnschule hatten kurz vor 9 Uhr unabhängig voneinander einen dunkel gekleideten Mann mit einer Waffe gesichtet, der das Gelände der Jahnschule überquerte. Der Verdächtige sei in Richtung Tiergartenviertel weitergegangen. Dort sucht die Polizei verstärkt. Die Polizei grenzt das Alter des Verdächtigen auf 25 bis 30 Jahre ein.
10.45 Uhr Die Schüler der Konrad-Zuse-Schule können bereits wieder auf das Gelände. Die Lage sei sicher, die Situation unter Kontrolle, erklärt die Polizei.
10.55 Uhr Es sei alles unter Kontrolle, beruhigt die Polizei. Sprecher Carsten Sippel sagt, dass die Polizei alles für die Sicherheit der Schulen tue. Es bestünde kein Anlass zur Besorgtheit, bis zum Schulschluss blieben die Polizeikräfte vor Ort.
11 Uhr Zahlreiche Hinweise gehen bei der Polizei ein. Mehrere verdächtige Personen wurden bereits vernommen. Dass der Mann, der auf dem Gelände der Jahnschule gesichtet wurde, tatsächlich eine Waffe bei sich getragen hat, kann die Polizei bislang auch nicht bestätigen. Es könnte auch ein Regenschirm gewesen sein, so Polizeisprecher Sippel. Ausgeschlossen sei indes, dass es sich möglicherweise um einen Jäger gehandelt habe. Derzeit gebe es keine Jagd, das sei überprüft worden, so die Polizei.
11.16 Uhr Der Einsatz ist beendet. Nach Informationen unserer Zeitung ist die unklare Gefahrenlage und die Absicherung der Schulen aufgehoben.
11.20 Uhr Möglicherweise hat eine Reinigungskraft den ganzen Wirbel am Mittwochmorgen im Hünfelder Schulviertel verursacht: Nach ersten Informationen, die uns vorliegen, hat die Polizei eine verdächtige Person gefunden, auf die die Beschreibung passt. Die Situation auf dem Schulhof wurde nachgestellt. Die Person befand sich zur fraglichen Zeit auf dem Gelände und trug ein Reinigungsgerät bei sich, einen Wischmop oder Ähnliches.
11.35 Uhr Das Großaufgebot der Polizei ist komplett abgezogen worden. Nur wenige Beamte prüfen noch vor Ort an der Jahnschule alle Details, um absolut sicherzustellen, dass es sich bei der verdächtigen Person auch tatsächlich um den beschriebenen Mann handelt. Polizeisprecher Sippel spricht im Moment von sehr hoher Wahrscheinlichkeit.
11.50 Uhr Es ist sicher: Keine Waffe, keine böse Absicht. Der Mann, der den Großeinsatz der Polizei im Hünfelder Schulviertel ausgelöst hatte, arbeitet als Reinigungskraft bei einer benachbarten Firma und ging nur über den Schulhof. Die angebliche Waffe entpuppte sich als harmloser Gegenstand – vermutlich ein Regenschirm oder ein Wischmop, konkrete Angaben liegen noch nicht vor. Eine Nachstellung der Szene vom Morgen und die Gegenüberstellung mit den Zeugen, die die verdächtige Person der Polizei meldeten, brachte Klarheit in die unklare Gefahrenlage.
14.40 Uhr Nachtrag: Bei dem fraglichen Gegenstand handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen schwarzen Regenschirm. Diesen habe der Mann mit dabei gehabt, als er – wie stets – die Abkürzung über das Schulgelände zu seinem Arbeitsplatz in einem Wohnheim auf der anderen Straßenseite nahm.
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Ulysses (30) | 12. January 2012;12.01.2012;1326391151 --> 12 Januar 2012
überflüssig
Eine Diskussion darüber ist überflüssig. Wir müssen froh sein, dass sich alles so schnell geklärt hat und dass nicht passiert ist.
Ihr regt euch auf wegen des Regenschirms?!? Wieso geht denn einer, der nicht an der Schule arbeitet, durch die Schule?!? Was soll das? Es ist richtig, dass der Alarm ausgelöst wurde, der Unbekannte hätte eine Gefahr dargestellt. Wer nicht an der Schule zu suchen hat, soll auch nicht durchgehen! Pasta! -
zora-charlotte (5) | 15. January 2012;15.01.2012;1326652604 --> 15 Januar 2012
Nachdem ich feststellen musste,
wie überflüssig ich das ganze hätte, wäre und wenn-Geschreibe hier finde, konnte ich wenigstens diesem letzten Kommentar noch was abgewinnen: "Pasta"! Genau, Sie sagen es! Mit viel Soße drüber, bitte...
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Calimero (1) | 12. January 2012;12.01.2012;1326383220 --> 12 Januar 2012
Zur Kritik an dem Großeinsatz ...
Lt. FZ hat ein Schulleiter die Polizei informiert, nach dem er von MEHREREN Schülern u. Lehrern die Info bekommen hat.
Was hätte er denn tun sollen?
Nichts? - Wehe wenn da was passiert wäre ...
Ich sage DANKE allen Beteiligten: Lehrern, Schülern und allen Einsatzkräften!!!
Danke für die schnelle Reaktion! Lasst euch durch die Kritiker nicht entmutigen!
Ihr habt es RICHTIG gemacht! Auch meine Tochter geht hier zur Schule.
Und die Einsatzkosten sollten wir als K-Fall-Übung verbuchen ...










