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30. Juni 2012



Anlage um das Bürgerhaus soll dieses Jahr saniert werden

Von Victoria Bott

Eiterfeld
Eine straffe Tagesordnung hatten sich die Eiterfelder Gemeindevertreter am Donnerstagabend vorgenommen – und das vor dem Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft. Doch pünktlich zum Anpfiff des Deutschland-Spiels hatten die Politiker alle Punkte abgehakt.

Für Diskussionsstoff sorgten die geplanten Verbesserungsarbeiten um das Eiterfelder Bürgerhaus. Noch dieses Jahr sollen unter anderem die Treppen erneuert und die Grünflächen neu gestaltet werden. Dafür haben die Gemeindevertreter 50 000 Euro außerplanmäßig bereitgestellt. Die Hälfte davon soll mit Mitteln des Programms Einfache Stadterneuerung finanziert werden.

„Die Situation des Haushalts ist schon angespannt. Und jetzt kommt dieser Antrag“, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzender Artur Storch. Er habe sich die Situation vor Ort angeschaut und keine großen Mängel entdeckt. „Wir sollten es lassen, auch wenn es Fördermittel gibt“, appellierte er. SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Busold räumte ein, dass der Antrag kritisch gesehen werden könne. „Allerdings steht das Bürgerhaus bereits seit 30 Jahren, und an der Außenanlage hat sich seitdem nichts verändert“, machte er deutlich. Es sei ein zentraler Platz – nicht nur für Eiterfeld, sondern für die Gemeinde. „Es ist ein Wunsch des Ortsbeirates und bei den Bürgern ein Thema.“

FWG-Fraktionsvorsitzender Theodor Kohlmann wies darauf hin, dass ursprünglich geplant gewesen sei, mit dem Bau des Kreisels in der Ortsmitte den Außenbereich neu zu gestalten. Da der Bau des Kreisel zurückgestellt wurde, sei es nun an der Zeit. „Es ist kein schöner Anblick mehr“, bilanzierte Kohlmann. Holger Mörmel (CDU) machte deutlich, dass auch andere Dorfgemeinschaftshäuser nicht vergessen werden dürften, die sich in einem noch schlechteren Zustand befänden. Die Grünen stimmten letztlich dagegen, eine Enthaltung gab es bei der FWG.

Einstimmig haben die Gemeindevertreter die Richtlinien beschlossen, anhand derer Wohnhäuser in Ortskernen saniert werden. Den Antrag dazu hatten FWG und SPD gestellt. CDU-Fraktionsvorsitzender Gert Oehrling wies darauf hin, dass abzuwarten bleibe, ob die Förderung überhaupt jemanden motiviere. Busold erklärte, dass der Antrag vor dem Hintergrund gesehen werden müsse, dass auch Neubauten mit dem Kinderbonus gefördert werden. Storch begrüßte die Förderung und machte deutlich, dass die Richtlinien jederzeit bewertet und abgeändert werden könnten. „Ein Versuch ist es wert.“


Leser-Kommentare ( 4 )
  • wutbuerger (137) | 2. July 2012;02.07.2012;1341231607 --> 02 Juli 2012
    Schlechter Scherz

    Das Geld hätte man sich wirklich sparen können.

    Wie kann man solche Aktionen in Zeiten klammer Kassen rechtfertigen? Wo bleibt da der verantwortungsvolle Umgang mit Steuergeldern?

  • Landbewohner (21) | 2. July 2012;02.07.2012;1341212935 --> 02 Juli 2012
    Fragwürdig

    Diese Investition ist mehr als fragwürdig. Es gibt in der Gemeinde Dorfgemeinschaftshäuser, die wirklich marode bzw. baufällig sind. Siehe z.B. das DGH in Soisdorf.

  • unbekannt (45) | 1. July 2012;01.07.2012;1341171873 --> 01 Juli 2012
    Geld nicht besser anlegen?

    Mein Gott, gibt es nicht wichtigeres in der GG Eiterfeld?? Kindergärteneinrichtungen usw.? An Sportplatzpflege, wo Kinder und Jugendliche Beschäftigung finden, soll aber gespart werden,.....