Bebraer Bluttat: Täter ist womöglich psychisch gestört
dpa
Bebra/Fulda
Nach der tödlichen Messerattacke auf eine 85-jährige Frau in Bebra gibt es Anhaltspunkte für eine psychische Störung des mutmaßlichen Täters. Das sagte der Sprecher des Amtsgerichts Bad Hersfeld, Rolf Schwarz, am Dienstag.
Der 24-Jährige, der seine Großmutter am Sonntag in der osthessischen Kleinstadt in ihrem Haus erstochen haben soll, sitzt nun in Fulda in Untersuchungshaft. Gegen den Medizinstudenten aus Berlin wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.
Die Obduktion habe das mutmaßliche Tatgeschehen bestätigt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, Harry Wilke. Der alten Frau sei die Kehle durchgeschnitten worden. Zudem sei ihr mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser dreimal tief in den Rücken gestochen worden. Mindestens ein Messerhieb habe auch die Lunge getroffen. Ob der Mann das Messer mitbrachte und vorsätzlich handelte, ist noch unklar.
Der Enkel hatte sich am Telefon gegenüber der Polizei selbst der Tat bezichtigt und sich gestellt. Er verweigere aber nach wie vor jede Aussage, sagte Gerichtssprecher Schwarz. Die Ermittler rätseln über das Motiv des Mannes. Er soll laut Staatsanwaltschaft ein gutes Verhältnis zu seiner Oma gehabt haben.
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