Fulda +26°/+14°C
> >     
Social Plugins können Daten übertragen (siehe Datenschutzbestimmungen)
22. August 2011



Begeisterung beim Publikum des fünften „Festivals der Musik“

Von Sabine Burkardt

Ufhausen
Flotte Märsche und tolle Choreografien: Das Publikum beim fünften „Festival der Musik“ in Ufhausen war schier begeistert: Sie sahen eine Show der Extraklasse.

„Die alten Märsche waren doch toll“, strahlte ein Mann nach dem Ausmarsch von 400 Musikern seine Begleiterin an. „Ich fand das James-Bond-Medley noch besser“, hielt die Dame dagegen. Freundschaftliche Meinungsverschiedenheit im Detail, Übereinstimmung in der Sache: Gut fünf Stunden lang begeisterten schmucke Uniformen, flotte Marschmusik, exakte Paradechoreografien und witzige Überraschungen das Publikum.

Zehn Marsch- und Showorchester boten eine Musikshow der Extraklasse. Ob es die zackigen Märsche waren oder die flotten Blasmusik-Arrangements von Hits aus Rock, Pop, Klassik und Jazz, ob Dudelsackklänge oder ideenreiche Choreografien: Alle Beteiligten präsentierten sich auf hohem Niveau und begeisterten durch ausgefeilte Bewegungen, immer im Einklang zur Musik.

Dabei waren die Zuschauer bereits auf Betriebstemperatur, noch bevor die eigentliche Show begann. Im Vorprogramm sorgten der Musikzug Eiterfeld-Arzell, das Musik-corps Tann und die befreundete Musikgesellschaft Ufhusen aus der Schweiz für wippende Füße und rhythmisch klatschende Hände.

Show der Extraklasse

Es gab kaum ein Ausruhen für das Publikum, das immer wieder begeistert applaudierte – kein Wunder bei der hochkarätigen Besetzung der Musikshow, die das gastgebende Musikcorps Ufhausen eröffnete. Unter der Leitung von Stabführer Gerhard Hohmann produzierten die Musiker im zackigen Marschschritt viele Ohrwürmer. Ein Genuss, sowohl in optischer als auch in musikalischer Hinsicht, war der beeindruckende Auftritt der „show and brass band“ des Spielmanns- und Fanfarenzuges der Feuerwehr Alsfeld, die im fast gleichen rot-schwarzen Outfit auf den Platz marschierten.

Einen Eindruck ihrer Spitzenklasse gab das Marsch- und Drillkontingent des Spielmannszuges Oberlichtenau, denn die Musiker füllten mit James-Bond-Titeln in schmucken schwarz-blauen Uniformen musikalisch wie optisch das gesamte Sportfeld mit exakten Bewegungen aus. Dem standen die Gäste aus den Niederlanden in nichts nach: Die Showband aus Scheveningen agierte vorzugsweise im rasanten Laufschritt: Da wurde auch schon mal richtig über den Platz gerannt, ohne mit dem Musizieren auch nur eine Sekunde innezuhalten. Richtig viel Pep hatten die jungen Kadetten aus der Marineakademie Polen: Sie präsentierten sich so schwungvoll, dass nach dem Auftritt die in die Luft gewirbelten Trommelstöcke auf dem Sportfeld zusammen gesucht werden mussten.

Den meisten Applaus erhielten jedoch die Gäste aus der Hauptstadt. Die Berliner Stadtfanfare zog eine klasse Show ab: Bei der Titelmusik von „Rocky“ flogen sogar kurzerhand die Fanfaren in den Rasen und wurden gegen Boxhandschuhe ausgetauscht. Von der Drum&Pipe-Band Targe of Gordon bekamen die Zuhörer so richtig den Marsch geblasen. Zusammen mit dem Musikcorps aus Tann sorgten die Dudelsackspieler, stilecht im Schottenrock, für Mitsummen und Klatschen auf der proppevollen Tribüne.

Ein besonderes Erlebnis war das große Finale mit dem anschließenden Feuerwerk, bei dem sich alle Orchester auf dem Sportfeld versammelten und mit der Europa-Hymne Gänsehaut-Feeling entstehen ließen. Maßgeblichen Anteil an der gelungenen Musikshow hatte nicht zuletzt Moderator Björn Gehrmann aus Oldenburg, der schlagfertig und mit viel Humor durch den Abend führte.

Auch wenn die Orchester zum Schluss wegen schwächelnder Scheinwerfer im Dunkeln die Rasenfläche verlassen mussten, war die Veranstaltung perfekt organisiert. Die Besucher wurden den ganzen Abend von freiwilligen Helfern fleißig mit Getränken versorgt. Das Musikcorps Ufhausen hat sich eine Menge Arbeit gemacht – über 2000 begeisterte Gäste sprechen dafür, dass es sich gelohnt hat.



Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden