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20. Januar 2012



Der Stadt den eigenen Garten geschenkt

bh

Hünfeld
Rudolf Habersack erfreute sich jeden Morgen daran, wenn er vom Balkon aus auf seine blühenden Rosen und Hortensien in den Haingärten blickte. Jetzt hat der 85-jährige Hünfelder der Stadt seinen Garten geschenkt – die damit und mit anderen Grünflächen in diesem Bereich noch viel vorhat.

Mit dem Geschenk wolle er „ein Stück Kundentreue zurückgeben“, sagt Habersack, der in der Töpferstraße oberhalb der Haingärten früher eine Orthopädieschuhmacher-Werkstatt betrieben hatte. Zeit seines Lebens wohnt er dort und erinnert sich noch gut an die kleine Landwirtschaft, die früher zum Betrieb gehörte, und an das Grünland in den Haingärten. Der erste Grasschnitt war für das Vieh bestimmt; der Nutzgarten versorgte die Familie mit Gemüse.
In den zurückliegenden Jahren habe er das Grundstück mit Buchsbaum, Blumen, über 60 Rosenstöcken und etwa 15 Hortensien bepflanzt, sagt Habersack. Wer im Sommer den Hessentagsweg in die Stadt hoch lief, erfreute sich rechterhand an diesem Blumenmeer. Mittlerweile sei ihm aber der Pflegeaufwand zu viel geworden, sagt der 85-Jährige. Deshalb fasste er den Entschluss, das Grundstück der Stadt zu schenken. Bereits für den „Hessentagsweg“ hatte er der Kommune im Jahr 2000 einen Grundstückstreifen abgetreten.

Spielplatz in den Haingärten

„Was die Stadt mit dem Garten vorhat, weiß ich nicht. Nur einen Wunsch habe ich geäußert, nämlich dass der Kugelahornbaum inmitten der Fläche, den mir meine drei Kinder zum 75. Geburtstag geschenkt haben, stehen bleibt. Um ihn herum soll eine Rundbank aufgestellt werden, damit sich die Bürger erholen können“, sagt der Althünfelder.
Die Schenkung kommt der Stadt gerade recht. Denn Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel (CDU) möchte den „Grüngürtel Haingärten“ mit seinen 14,5 Hektar Fläche, die sich rund um die Stadtmauer ausbreiten, langfristig sichern. Die Gärten besitzen einen hohen städtebaulichen Wert und dienen auch der Verbesserung des Wohnumfeldes für die Innenstadt.

Die meisten der rund 60 Grundstücke befinden sich in privater Hand. Überwiegend sind sie kleiner als 500 Quadratmeter. Aber die gärtnerische Nutzung und die Nachfrage sinken. Anfragen zur Bebauung an der Paradiesgasse
konnten bisher abgewendet werden. Mittlerweile habe die Stadt eine ganze Reihe von Gärten in diesem Grünzug erworben. In den kommenden Jahren sollen im Rahmen des Programms „Stadtumbau in Hessen“ weitere Wege sowie Plätze zum Verweilen angelegt werden. Auch einen Spielplatz oder einen Mutter-Kind-Treff kann sich Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel gut vorstellen.



Leser-Kommentare ( 3 )
  • Frohnapfel (251) | 20. January 2012;20.01.2012;1327064108 --> 20 Januar 2012
    Schöne Aussichten

    Grüngürtel höhrt sich gut an. Es ist aber ein Flickenteppich mit einer Vielzahl in privater Hand. Die Bewohner der Kernstadt haben schon keine Parkplätze für Ihre Autos und keine Vorgärten am Haus. Der Garten am Rande der Stadt kann durch einen Garten in den Unsben nicht ersetzt werden. Schade, dass Leute darüber entscheiden, die privat ein Haus mit Garage und Garten am Haus besitzen. In der Planung sollte auch Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bewohner in der Kernstadt genommen werden.

  • Vishnu (115) | 23. January 2012;23.01.2012;1327309706 --> 23 Januar 2012
    ??

    Was meinen Sie jetzt? Privat ist doch besser. Von dem Entscheider bekommen Sie doch höchstens auferlegt, dass Sie einen Garten zu haben haben. Wenn nicht, müssen Sie eine Auslöse bezahlen. Genehmigt bekommen Sie natürlich keinen wenn Sie einen machen wollen.

  • Frohnapfel (251) | 23. January 2012;23.01.2012;1327318466 --> 23 Januar 2012
    ??

    Die privaten Eigetümer werden ja schon gegängelt. Es gibt keine Baugenehmigungen mehr für Gartenhütten, vorhadene bleiben stehen. Das Gelände direkt am Hessentagsweg sollte natürlich mit Spielplatz der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Ich denke an eine gemeinsame Nutzung privater Gärten und öffentlich. Es wird sehr lange dauern bis die Stadt große zusammenhängende Flächen besitzt. Unser Garten an der Hainmauer ist seit Jahrhunderten im Familienbesitz.