Deutsche und französische Schüler besuchen am Europatag Point Alpha
sko
Point Alpha
Zum Europatag besuchten 60 Schüler aus Petersberg, Breitungen in Thüringen und dem französischen Billère die Gedenkstätte Point Alpha.
Bei einem Rundgang und in einem Zeitzeugengespräch setzten sich die Jugendlichen mit dem Thema innerdeutsche Grenze auseinander. „Ich wusste gar nicht, dass es diese Grenze überhaupt gegeben hat“, erklärt die 14-jährige Emma. Die junge Französin ist beeindruckt von der Ausstellung auf Point Alpha, findet es aber auch befremdlich über ein Gebiet zu laufen, das früher einmal Sperrgebiet war und wo sogar Menschen gestorben sind.
Aber auch die Schüler aus Petersberg, die ja im ehemaligen Grenzgebiet aufgewachsen sind, können sich nur noch schwer vorstellen, wie es zwischen Rasdorf und Geisa einmal ausgesehen hat. „Aber ich finde es toll, dass es diese Gedenkstätte gibt. Man lernt hier viel besser über die damalige Zeit als im Unterricht“, sagt Alicia Herber (15). Elisa Heil (15) fügt hinzu: „Man weiß natürlich ein paar Sachen, wenn man hier aufwächst. Aber wenn man zum Beispiel die ganzen Armeefahrzeuge hier sieht, merkt man erst, wie viel man eigentlich nicht weiß.“
Bereits zum dritten Mal waren Schüler aus Petersberg mit ihren französischen Austauschpartnern und Jugendlichen aus der Petersberger Partnergemeinde Breitungen in Thüringen zum Europatag auf Point Alpha. In zwei Gruppen, jeweils gemischt aus Schülern aller drei Schulen, wurden sie durch die Ausstellung geführt und absolvierten anschließend eine Fragenrallye über das Gelände. „Das wir diese Begegnung hier organisieren können, ist ein großartiges Beispiel dafür, dass wir die Teilung Deutschlands und Europa überwunden haben“, erklärt Lehrer Ralf Kleemann, der selbst immer wieder ein kribbelndes Gefühl hat, wenn er auf der ehemaligen Grenze steht.
Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden








