Drei Verletzte nach Kutschenunfall bei Rasdorf
ann/tb
Rasdorf
Bei einem Unfall mit einer Kutsche sind am Sonntagabend gegen 18.45 Uhr drei Personen teilweise schwer verletzt worden. Nach ersten Ermittlungen gerieten die Pferde wohl ohne Fremdeinwirkung außer Kontrolle.
Wie die Polizei mitteilt, war der 54-jährige Kutscherführer aus Geisa, der sich den Tag über auf einem Kutschentreffen in Rasdorf aufhielt, mit seinem Pferdegespann mit einer 52-Jährigen und ihrer 20-jährigen, behinderten Tochter aus Bad Salzungen unterwegs, als auf einem geteerten, abschüssigen Wirtschaftsweg zwischen Rasdorf und Grüsselbach-Felsenkeller die beiden Kaltblüter außer Kontrolle gerieten und sich nicht mehr führen ließen.
Während der immer schneller werdenden Fahrt habe die 20-Jährige vermutlich die Katastrophe geahnt und sei von der Kutsche gesprungen. Sie erlitt vermutlich nur Abschürfungen. Indessen versuchte der Kutschführer erfolglos seine Pferde und Kutsche durch Bremsungen zum Stillstand zu bringen. Nach etwa 300 Metern stürzte der Kutschführer von der Kutsche und zog sich durch den Aufprall auf die Teerdecke schwere Kopfverletzungen zu. Die nun führerlose Kutsche schlingerte noch weitere 250 Meter weiter und geriet dann nach rechts in einen Graben. Durch den Aufprall in den Graben wurde die 52-jährige Mitfahrerin von der Kutsche geschleudert und blieb seitlich in einem Getreidefeld liegen. Sie erlitt durch den Sturz eine Oberschenkelfraktur und mehrere Prellungen.
Nach weiteren 50 Metern im Getreidefeld hatten sich die Pferde vom Gespann losgerissen. Sie konnten später ohne Probleme eingefangen werden und blieben unverletzt. Zur Klärung des technischen Zustandes von Kutsche und des Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. An der Kutsche entstand etwa 1000 Euro Sachschaden.
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