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27. April 2012



Feuer in Treischfeld: Biogasanlage total zerstört

lr/bh

Treischfeld
Komplett zerstört wurden am Freitag die beiden Blockheizkraftwerke der Biogasanlage eines Landwirts aus Eiterfeld-Treischfeld.

Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 500 000 Euro. 50 Minuten brauchten die 53 Wehrleute, dann war der Schwelbrand unter Kontrolle. Kurz vor 19 Uhr hatte der Landwirt Rauch gesehen und vergeblich versucht, mit mehreren Feuerlöschern dem Brand Herr zu werden.

„Geistesgegenwärtig hat er die Türen verschlossen gehalten und die Wehren alarmiert“, sagte am Abend der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Steffen Keller, der den Einsatzleiter, Wehrführer Michael Schön, unterstützte. 53 Feuerwehrleute aus Soisdorf/Treischfeld, Großentaft, Eiterfeld, Ufhausen und Leibolz rückten aus. Mehrere Trupps kämpften sich unter Atemschutz durch den schwarzen Qualm und verhinderten Schlimmeres. Personen wurden nicht verletzt, auch das Gebäude nahm wenig Schaden.

Doch das Herzstück der Anlage, die nicht nur den Schweinemastbetrieb des Landwirts, sondern auch Nachbarhäuser versorgt, ist komplett verschmort und zerstört. „Derzeit wird das Gas in die Luft abgeleitet“, sagte Steffen Keller. Doch schon am Abend sollte ein mobiles Kraftwerk im Container angeschlossen werden und bereits am Samstag wieder Strom und Wärme produzieren. Brandursache ist laut Keller wahrscheinlich ein defekter Motor.

Update: Am Freitag ist noch in der Nacht ein mobiles Kraftwerk angeschlossen worden, damit das Gas nicht in die Umwelt austritt. Das erklärte Landwirt Winfried Vogt, Betreiber der Biogasanlage. Das mobile Kraftwerk nimmt das Gas auf und erzeugt daraus Wärme. Strom kann derzeit nicht produziert werden. Vogt schätzt, dass die Produktion erst in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden kann. Solange ermittelt die Polizei noch nach der Brandursache.


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