Frühlingsaufführung der Wigbertschule begeisterte Gäste
Von Verena Storch
Hünfeld
Lehrer, Schüler, ehemalige Schüler, Familienmitglieder und sonstige Gäste fanden sich im Kolpinghaus ein zu einem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Frühlingskonzert der Wigbertschule.
Die Bläserklasse 5a eröffnete unter der Leitung von Jutta Drinnenberg den Abend mit einem japanischen Volkslied mit Namen „Sakura“. Daraufhin spielten sie bekannte Stücke wie den „Beetle Blues“ von Jacob de Haan und das Spiritual „Down by the riverside“. Ebensoviel geprobt und gut vorgebracht wurden Stücke aus einem ähnlichen Genre von der Bläserklasse der Jahrgangsstufe sechs. Gemeint ist hierbei das allseits beliebte „I will follow him“ in einem Arrangement für Bläser. Auch Freddie Mercurys „Bohemian Rhapsody“ wurde von den jungen Bläsern gut dargebracht.
Ebensolche Hits und Evergreens brachte die Schulband Sound Express zu Gehör. „I´m so excited“ von den Pointer Sisters begeistert immer wieder das Publikum, ebenso wie das gekonnt vorgetragene „What´s up“ von den 4 Non Blondes. Zart und Spannung aufbauend war der Anfang von „I am what I am“ (Gloria Gaynor), bis mit dem Einsatz der Bläser gerockt wurde. Auch das aktuell bekannte „Night like this“ kam gut an.
Der Schulchor Voice Garden wagte sich auch an ein modernes Stück. Es war ein deutsches Poplied der Berliner Band Mia. Thomas Nüdling arrangiert es für den Chor in einer einfühlsamen Interpretation. Er fügte verschmitzt hinzu: „Wir singen das aus aktuellem Anlass, denn es ist das Werbelied der VR-Bank“. Dann schwenkten sie zu etwas volkstümlicherem um, einem Rhönwanderlied „Ich weiß basaltene Bergeshöh´n“, bei dem die Chorsänger auf der Bühne im Takt marschierten und das Publikum nicht anders konnte, als mitzuklatschen. Für den Lacher des Abends sorgte ein alter Schlager aus den 1930er Jahren: „Ich hab das Fräul´n Helen baden sehn“, der das Publikum sichtlich begeisterte. Dirigent Thomas Nüdling schmiss sich in einen schreiend bunten Bademantel und Badekappe und mimte den Friedrich, der sich in der Tür irrte und sich dann daran erfreute, das Fräulein Helen beim Baden beobachten zu können. Der Chor bot mit seinen knapp 70 Sängerinnen und Sängern ein beeindruckendes Bild.
Eine beachtliche Leistung lieferte das Blasorchester Junior Bl-O-W unter der Leitung von Martin Genßler ab. Mit nur knapp 20 Musikern spielten sie ein Medley von „The Lord of the Rings“, das herrlich an die anderen Welten in den Filmen erinnerte. Auch sehr überzeugend spielten sie „Aztec Fire“ von Jay Bocook. Sie wurden unterstützt durch Daniel Rübsam aus Kirchhasel am Schlagzeug, der auch beim Blasorchester Bl-O-W für Rhythmus sorgte und bei „St. Thomas“ ein fetziges Solo hinlegte. Das Blasorchester kann sich glücklich schätzen, vier Bässe zu haben. Das Besondere jedoch ist, dass sie auch ein Mädchen an der Tuba haben, Lena Grosch aus Mackenzell, was eher eine Seltenheit ist.
Das Orchester interpretierte auch einen aktuellen Song der Sängerin Adele und wagten sich an ein „Tribute to Nino Rota“, der ein bekannter Komponist für Filmmusik ist. Das vielseitige Stück führte vom Marsch zum Swing, um dann am Ende immer schneller zu werden. Diese starke Leistung wurde eingehend beklatscht.
Zum ersten Mal war das Programm des Frühlingskonzertes auf anderthalb Stunden begrenzt. So hatten jedoch alle Musiker gleich viel Zeit für ihre Aufführung, und die einzelnen Darbietungen blieben besser im Gedächtnis haften. Der Wunsch nach Zugaben zeigte, wie gelungen der Abend war. Die Zugaben gibt es dann beim nächsten Konzert, das hoffentlich auch wieder wie das Stück „St. Thomas“ von Sonny Rollins wird – fetzig, kurz und knackig.
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