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5. Oktober 2012



Gebrauchte Häuser sind gefragt

Von Rainer ickler

Hünfeld
Die niedrigen Zinsen sorgen dafür, dass auf dem Immobilienmarkt auch im Hünfelder Land die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen groß ist. Ausgenommen davon ist jedoch der ländliche Raum.

Der Hünfelder Immobilienmakler Georg Kalb  spricht von einem „Überangebot an Nachfragen“ nach Eigentumswohnungen sowie  „gut bezahlbaren Häusern“ in Hünfeld, Burghaun sowie mit Abstrichen in Eiterfeld. Leider fehle in vielen Bereichen das Angebot, bemängelt er. „Der Renner sind gegenwärtig stadtnahe barrierefreie Wohnungen“, hat Kalb beobachtet. „Die könnten wir sofort vermitteln. Aber in Hünfeld fehlen sie“. Überwiegend ältere Leute fragten danach. Vermutlich suchen sie nach Geldanlagemöglichkeiten, meint er. Denn die Zinsen für das Sparbuch seien gegenwärtig auf einem historischen Tiefstand.

Auch sein Kollege Franz Heimann von Sparkassen Immobilien stimmt ihm zu: Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008/09 sei die Nachfrage in Hünfeld und den Orten mit einer guten Infrastruktur gestiegen. „Warum soll ich bei  den niedrigen Zinsen sparen. Da kann ich mein Geld doch besser in Häusern und Eigentumswohnungen anlegen angesichts  der niedrigen Zinsen für eine Finanzierung“, hört er immer wieder von seinen Kunden. Wer noch einen Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfw) für enegetische Sanierungen beantragt, der komme sehr günstig an eine gebrauchte Immobilie, erklärt er. Gebrauchte Häuser seien nach seinen Erfahrungen gegenwärtig gefragt, nicht zuletzt weil die Preise fürNeubauten doch relativ stark angestiegen seien.
Vor etwa zehn Jahren, kurz vor Auslaufen der damals noch gewährten Eigenheimzulage war das Preisniveau relativ hoch. In den darauf folgehden Jahren seien die Preise für immobilien dann gefallen. Jetzt seien sie wieder auf dem Niveau von vor zehnJahren. In Top-Lagen sogar höher.

Die größte Nachfrage nach Wohnungen und Häusern bestehe in Hünfeld-Stadt. Auch Burghaun und Eiterfeld sei
noch ganz in Ordnung. Je weiter man jedoch auf das Land komme, desto geringer werde die Chance, etwas loszuwerden, sind die Erfahrungen der beiden Makler.  „In Rasdorf nehme ich gar nichts mehr an“, sagt Kalb.
Auch Alf Sobiray vom Amt für Bodenmanagement in Fulda, bestätigt dies. Im ländlichen Bereich sei kaum Bewegung am Immobilienmarkt trotz derzeit großer Nachfrage in den Zentren wie etwa Hünfeld, Fulda, Petersberg oder Künzell.

Hünfeld gehöre mit Künzell und Petersberg zu den Spitzenreitern im Kreis Fulda, wenn es um den Verkauf von Häusern, Eigentumswohnungen und unbebauten Grundstücken geht. Von letzteren sind im vergangenen Jahr 30 in der Haunestadt verkauft worden, immerhin zwölf in Nüsttal, elf in Eiterfeld und zehn in Burghaun, keines in Rasdorf. Eigentumswohnungen wurden im vergangenen Jahr nur in Hünfeld (13 an der Zahl) verkauft.  Auch bei den bebauten  Grundstücken liegt Hünfeld mit 42 Vertragsabschlüssen imJahr  kreisweit ganz vorne.

Und die Bautätigkeit bleibt auf hohem Niveau. Schon mitte des Jahres hatte die StadtHünfeld 20 Bauplätze verkauft. Ziel für das Jahr 2012 waren nur 14. Magistratsspresesprecher Helmut Käsmann sagt dazu:Wir sind sehr zufrieden und gehen davon aus, dass bis zumJahresende  noch einige dazu kommen. In den Jahren 2009 und 2010 wurden 15 beziehungsweise 16 Bauplätze verkauft.


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