In der Nacht zum Montag fiel erneut der Strom aus
Von Victoria Bott
Hünfeld
Zum dritten Mal innerhalb von sechs Wochen ist in der Nacht auf Montag der Strom in Teilen des Hünfelder Landes ausgefallen – zum Ärger von Bürgern und Firmen.
Eine Leserin aus Großenbach machte am Montagmorgen ihrem Unmut Luft. „Ich werde mir jetzt einen neuen Wecker zulegen. Einen, der nicht an einer Steckdose hängt und davon abhängig ist, dass der Strom funktioniert“, schimpfte die Mutter. Bereits zum dritten Mal innerhalb der letzten Wochen führte ein Stromausfall dazu, dass ihre Familie verschlief. So auch in der Nacht auf Montag. „Welche Hektik und welcher Stress morgens entsteht, die Kinder aus dem Bett zu werfen und Frühstück zu machen, damit sie es noch rechtzeitig zum Bus packen, brauche ich wohl nicht zu sagen“, verdeutlichte die Großenbacherin.
Was war der Grund für den Stromausfall? Fritz Wilhelm, Pressesprecher der ÜWAG, erklärte, dass es im Bereich des vorgelagerten Netzbetreibers Eon am Montagmorgen um 4.47 Uhr zu einer Störung kam. „Diese führte zu einer Versorgungsunterbrechung von Kunden der Stadtwerke Hünfeld“, sagt Wilhelm. Innerhalb von vier Minuten sei es ÜWAG-Spezialisten gelungen, im Umspannwerk Burghaun entsprechende Umschaltungen vorzunehmen, so dass ab 4.51 Uhr wieder alle Kunden der Stadtwerke Hünfeld versorgt wurden.
Das bestätigt auch Pressesprecher Helmut Käsmann aus Hünfeld. „Der Schaden ist nicht im Netz der Stadtwerke passiert. Aber wenn wir keinen Strom erhalten, können wir auch keinen verteilen“, sagte Käsmann und betonte, dass die Stadtwerke keinen Einfluss auf die Störung hatten. Eine Häufung von Stromausfällen im Hünfelder Land gibt es nach Angaben von Wilhelm nicht.
Den dritten Stromausfall in sechs Wochen spüren auch Unternehmen in der Region – zum Beispiel Procter & Gamble in Hünfeld. „Bei jedem Stromausfall, auch wenn er nur wenige Sekunden dauert, wird aus Sicherheitsgründen automatisch das Werk runtergefahren und die Produktion ausgeschaltet“, erklärt Werksleiter Dietmar Jüngling. Ohne Strom würden auch die Sicherheitseinrichtungen nicht funktionieren. Deshalb verließen bei einem Stromausfall die Mitarbeiter die Produktionsstätten. Zwei bis drei Stunden dauere es anschließend, um das Werk wieder hochzufahren. Wie hoch der Schaden nach einem solchen Stromausfall ist, sei monetär schwer zu beziffern.
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Propolis (10) | 16. May 2012;16.05.2012;1337168232 --> 16 Mai 2012
Vishnu ist das beste Beispiel für unsere Bürger
P&G hat Spraydosen = Gas, Pasten in Rührbehältern usw. hätte jetzt P&G ein Notstrom, so wäre das wegen extrem großen Motoren im Ausfall alleine auch nur eine geringe Hilfe, denn dann würde das interne netz auch erst mal zusammenbrechen. Alles nicht so einfach. Aber jeder weis was besser, wie das hier alles funktionieren soll. Wir müssen alle noch viel lernen, auch die Presse und die EVU.
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Vishnu (213) | 15. May 2012;15.05.2012;1337087784 --> 15 Mai 2012
Sache der Priorität
Die Einen richten sich darauf ein, den Anderen ist's egal. Wenn P&G so einen Schaden hat, weis ich nicht warum jedes Krankenhaus Notstrom hat.
War das bei der Wella früher auch so? -
Frohnapfel (367) | 15. May 2012;15.05.2012;1337076786 --> 15 Mai 2012
Peanuts
4 Minuten sind Peanuts. Es liegt wohl an veralteten Systemen im Netz und nicht an fehlender Atomkraft. In die Netze wird zu wenig investiert.Ich mache mir erst sorgen wenn tageweise die Kühltruhe und Heizung wegen Strommangel ausfällt.







