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27. August 2012



Jetzt ist die Brücke über die Nüst dran

ag

Morles
Die kleine Brücke über die Nüst beim alten Feuerwehrhaus in Morles soll im nächsten, spätestens im übernächsten Jahr abgerissen und in Stahlbeton neu errichtet werden. Das beschlossen die Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung beim Vogelswirt in Morles einstimmig.

Der Bauingenieur hat dem Brücklein zwischen Dorf- und Rhönstraße die Zustandsbenotung 3,4 gegeben. Viel schlechter geht nicht mehr, bei 4,0 endet die Skala. Das Bauwerk weist Längsrisse auf, teilweise liegen die Stahlträger frei, die Beschichtung blättert ab, und in den Fugen wächst Grünzeug, heißt es in einer Vorlage des Gemeindevorstands. Bürgermeister Hermann Trabert (CDU) erläuterte, die Maßnahme sollte eigentlich schon in das Förderprogramm 2012 aufgenommen werden, allerdings habe man dann doch kurzfristig den Hochbauprojekten Bürgerhaus, Mehrgenerationenraum und Bürgerorientiertes Dienstleistungszentrum den Vorrang einräumen müssen.

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro. Eine Förderung des Landes könne 50 Prozent betragen; allerdings umfassen sie nicht die Planungskosten, so dass, wie Yvonne Vogel von der SPD betonte, auf die Gemeinde ein Betrag von 160.000 Euro zukommen könne. Sie plädierte dafür, die Pläne noch einmal zu überdenken, sollte die Förderung nicht gewährt werden. Dann müsse man darüber nachdenken, „die Überfahrbarkeit einzuschränken, bis Fördermittel fließen“.

Gleichzeitig beschlossen die Gemeindevertreter, das Bauprogramm fortzuschreiben: Nach der Nüstbrücke sollen die Sigildisstraße in Silges (2014 und 2016), der Gehweg an der Landesstraße in Gotthards (2014 und 2015) sowie der Radweg von Morles nach Mittelaschenbach (2016 oder 2017) folgen.

Auf eine weiter positive Entwicklung ihrer Finanzen darf die Gemeinde Nüsttal in den restlichen Monaten des Jahres hoffen. Zwar betrug der Fehlbedarf im Finanzhaushalt zum 1. August rund 511 000 Euro, doch schon zur Sitzung drei Wochen später hatte sich dieser auf 321 000 Euro vermindert, wie Bürgermeister Trabert  erläutert. Trabert rechnet damit, dass die Zahlen ins Plus drehen, wenn die Fördergelder für die Projekte rund ums Bürgerhaus wie erwartet auf dem Konto der Gemeinde eingehen.


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