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18. Oktober 2011



Kommunionbank nach 60 Jahren zurückgekehrt

bh

Sargenzell
Nach über 60 Jahren ist eine im neugotischen Stil aus Eiche gefertigte Kommunionbank wieder in die Alte Kirche nach Sargenzell zurückgekehrt.

Bei einer Kirchenrenovierung in den Jahren 1948/49 wurde die Bank durch eine moderne Holzkonstruktion ersetzt. Die Kommunionbank wurde in einer Sargenzeller Scheune gelagert, später kaufte ein Sammler aus der Region das Liebhaberstück.

Durch Zufall entstand der Kontakt zu dem Mann wieder, und er übergab die Bank im Sommer dieses Jahres an Vorstand Willi Frietsch für den Geschichtsverein Sargenzell. In der Zwischenzeit wurde die Kommunionbank von Schreinermeister Stephan Hüfner aus Mackenzell renoviert. Den Auftrag dazu erteilte der Förderverein Alte Kirche Sargenzell.

Laut Frietsch war die Kommunionbank (auch Tisch des Herrn genannt) früher zwischen Altarraum und Kirchenschiff aufgestellt. An ihr knieten die Gläubigen, um vom Priester die Heilige Hostie in den Mund gelegt zu bekommen. Dieser Ritus sei infolge der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) unter dem Thema „Erneuerung der katholischen Kirche“ geändert worden.

Die Gläubigen empfangen seither den Leib des Herrn vor dem Altar stehend in die Hand. Dadurch sind Kommunionbänke überflüssig und aus den meisten Kirchen ausgebaut worden, erklärt Willi Frietsch.



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