Fulda +26°/+14°C
> >     
Social Plugins können Daten übertragen (siehe Datenschutzbestimmungen)
17. November 2011



Kulturpreis geht an den „Super-Kelten“

Von Sabrina Mehler

Hünfeld
Es ist eine hochverdiente Ehre: Christian Aschenbrenner hat den Kulturpreis der Stadt Hünfeld verliehen bekommen.

Mit der Auszeichnung werden alle zwei Jahre außergewöhnliche Leistungen auf dem Gebiet der Kultur gewürdigt. Christian Aschenbrenner, der sich mittlerweile auch überregional einen Namen gemacht hat, ist Leiter der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung des Hünfelder Konrad-Zuse-Museums und ehemaliger Lehrer der Wigbertschule. Der Preis in Form einer Gaalbern wurde Aschenbrenner, der in Hosenfeld lebt, in Anwesenheit seiner Familie, Weggefährten, Kunstschaffenden und Kommunalpolitikern im Rathaussaal in Hünfeld verliehen.

In seiner Laudatio schrieb Rigobert Guthmüller, Zuse-Museumsleiter, dem Preisträger viele Attribute zu: unendliche Neugier, intellektuelle Interessiertheit, Kreativität, pädagogisches Geschick. „Er steckt seine Nase in jedes frisch ausgehobene Erdloch“, sagte Guthmüller, „er durchstöbert Flohmärkte und Sperrmüll – und findet dabei erstaunliche Dinge.“ Durch Aschenbrenners Forschungen sei „so mancher weiße Fleck von der vor- und frühgeschichtlichen Karte des Hünfelder Landes verschwunden“.

Stadtverordnetenvorsteher Stefan Schwenk (CDU) nannte den Kulturpreisträger einen „Super-Kelten“ – in Anspielung auf Aschenbrenners Verkleidungen etwa bei den Aktionstagen im Mackenzeller Keltenhof. Dort ziehe er „mit Herzblut die Besucher in seinen Bann, um ihnen das keltische Leben nahe zu bringen“. Hünfeld profitiere von seinem Engagement, Aschenbrenner habe der Vor- und Frühgeschichte der Region ein Gesicht gegeben. Zudem betonte Schwenk, dass Kultur unverzichtbar sei. Sie schaffe Orientierung, fördere Innovation und baue Brücken.

Den Preis überreichten schließlich Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel, Schwenk und Stadträtin Martina Sauerbier, Vorsitzende der Kulturkommission (alle CDU). Die Auszeichnung solle ein Ansporn sein, genauso weiterzumachen, sagte Sauerbier. Gerührt nahm Aschenbrenner die Gaalbern entgegen und widmete sie seiner Ehefrau Christa Petzinger und seinen drei Töchtern Ulrike, Petra und Stefanie, die er während seiner Dankesrede um sich versammelte. „Das ist die Familie, die mir Kraft gibt“, sagte Aschenbrenner und dankte ihnen für ihre Hilfe und für das Verständnis, das sie seiner Arbeit entgegen brächten.

Nach der Verleihung gab es original Hünfelder Gerichte: Rhönforelle, Schwartemagen, Gaalbernkäse und Krautsalat. Für die musikalische Umrahmung des feierlichen Abends sorgten Martin Genßler am Klavier und Christian Laibach an der Trompete.



Leser-Kommentare ( 1 )
  • Absalom (4) | 18. November 2011;18.11.2011;1321609125 --> 18 November 2011
    Weit mehr als "Super-Kelte"

    Schade, dass der diesjährige Kulturpreisträger der Stadt Hünfeld, Herr Aschenbrenner, durch die m. E. misslungene Überschrift auf den "Super-Kelten" reduziert wird. Wenn auch die öffentliche Wahrnehmung mit seinen Auftritten als "Kelte" verbunden ist, so stellt dies doch nur einen geringen Bereich seiner jahrzehntelangen, vielschichtigen Forschungen und Arbeiten mit Blickpunkt auf die Stadt Hünfeld, das Hünfelder Land und die gesamte osthessische Region dar.