Pionierarbeit für die Kunst
HÜNFELD Er hat den Jungen Kunstkreis Hünfeld aus der Taufe gehoben und war immer zur Stelle, wenn es um Belange der Kunst und Kultur in Hünfeld ging - jetzt hat ihm Stadt Hünfeld den Kulturpreis verliehen: Elmar Hegmann.
Zum sechsten Mal seit 1998 ist der Kulturpreis der Stadt Hünfeld verliehen worden: Die Wahl der Kulturkommission der Haunestadt fiel dieses Mal auf Elmar Hegmann, Mitbegründer und bis heute Vorsitzender des Jungen Kunstkreises.Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel (CDU) betonte in seiner Rede besonders, dass die Finanzierung der Kunstprojekte zwar eine große Rolle spiele, jedoch der leidenschaftliche und vielfach selbstlose Einsatz von Menschen, die das kulturelle Leben und die Kunst in Hünfeld tragen, ebenso wichtig sei. „Heute wollen wir einen Mann auszeichnen, auf den dies für einen ungewöhnlich langen Zeitraum zutrifft“, sagte Fennel. Mehr als 37 Jahre nämlich habe sich Hegmann durch sein Wirken auf diesem Sektor für die Stadt besonders verdient gemacht und dazu beigetragen, das Ansehen der Stadt zu mehren. Seit seiner Gründung biete der in der Galerie im Bahnhof beheimatete Junge Kunstkreis jungen Künstlern und Kunstinteressierten ein Forum und könne herausragende Ausstellungen verschiedenster Künstler der Region und darüber hinaus vorweisen –und das, obwohl Kunst in Hünfeld früher eine eher untergeordnete Rolle gespielt habe. „Heute wird Hünfeld als kunstfreudige Stadt wahrgenommen“, so Fennel.37 Jahre seien mehr als eine Generation, in der hervorragende Arbeit geleistet worden sei, fand auch die Stadträtin und Vorsitzende der Kulturkommission, Gisela Aha: „1970 galt es, Pionierarbeit zu leisten, und das haben Sie mit großen Erfolg getan.“ Stadtverordnetenvorsteher Ditmar Weidenbörner bezeichnete das langjährige Engagement Hegmanns als „mehr als nur die Pflege eines Hobbys“.Der Geehrte selbst zeigte sich sichtlich geschmeichelt, richtete den Fokus aber auch auf die Menschen im Hintergrund. Er habe den Jungen Kunstkreis nie als Ein-Mann- Betrieb gesehen, so Hegmann: „Man kann mich allenfalls als Motor begreifen, doch darf man nicht vergessen, dass selbst der beste Motor erst gemeinsam mit allen anderen Teilen zu einem funktionsfähigen Auto werden kann.“Für die passende musikalische Umrahmung sorgten Katharina Quell, Ann-Kathrin Schubert (Violine) sowie Andreas Halsch (Violincello). / von Katja Henkel
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