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15. Juni 2012



Lernen in der „Wolke“ eröffnet Perspektiven

HZ

Hünfeld
Auch wenn das sogenannte Cloud Computing viele Vorteile für den Unterricht an Schulen bieten kann, wird es in der Region bislang kaum genutzt oder ist sogar gänzlich unbekannt.

Das ist das Ergebnis einer Studienarbeit des Burghauner Marcel Kolbus an der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld. Cloud (englisch für Wolke) Computing bezeichnet „die Verlagerung von Rechenkapazität, Speicherplatz und/oder Infrastruktur vom eigenen Computer in das Internet“.

Im praktischen Schulalltag werden diese Möglichkeiten besonders dann fruchtbar, wenn alle Schüler unabhängig von Zeit und Ort auf Dokumente in der „Cloud“ zurückgreifen und sie bearbeiten können. Voraussetzung sind lediglich ein Computer und ein Internetzugang. Das betrifft Texte, Tabellen oder Präsentationen. Die gemeinsam bearbeiteten Dokumente können laut Kolbus Mitschülern oder Lehrkräften mit Ansichts- oder Bearbeitungsrechten zugänglich gemacht werden. Über E-Mail, Chat und Video-Konferenz können sich die Mitglieder absprechen.

Bildungseinrichtungen biete sich der Vorteil, dass keine Klassensätze an Softwarelizenzen erworben werden müssen, meint Kolbus. Die Nutzung vieler Internetanwendungen sei kostenlos. Für seine Studienarbeit hat Kolbus 1200 Lehrende an 38 Bildungseinrichtungen ab der Sekundarstufe 1 im Landkreis Fulda befragt. Davon antworteten lediglich 75. Kolbus stellte fest, „dass der Kenntnisstand über Cloud Computing sehr eingeschränkt ist“. Dennoch trafen überwiegend Antworten von Lehrenden ein, die Cloud Computing künftig nutzen wollen oder dies bereits tun. Kolbus ist überzeigt, dass Cloud Computing „neue Perspektiven zur Entwicklung eines bedarfsorientierten Archives für Lehrzwecke und der Zusammenarbeit in Gruppen eröffnet“. Seiner Ansicht nach ist die Technik „eine unverzichtbare Bereicherung in der Zukunft“.


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