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26. August 2012



Proppenvoll war es Samstag am Gaalbernfest

Von Verena Storch

Hünfeld
Bereits am frühen Samstagabend strömten die ersten Gäste in den Hünfelder Stiftsbezirk zum 13. Gaalbernfest. Nach kurzer Zeit war um die Weinstände herum und vor der Bühne fast kein Durchkommen mehr.

Jung und Alt stehen dicht an dicht gedrängt beisammen und stoßen mit einem Weinglas in der Hand auf den Abend an. Manche haben sich gleich eine ganze Flasche in die Jackentasche gesteckt, um sich den Weg zum Ausschank zu ersparen. Nur wenige „Unbelehrbare“ klammern sich selbst im Weindorf an ihr Bierglas. Die Besucher wissen die schöne Atmosphäre rund um die erleuchtete Stiftskirche zu schätzen, und so sind die Bänke voll besetzt, und die Bedienungen an Essens- und Getränkeständen haben alle Hände voll zu tun. Was passt am besten zum Riesling? Natürlich ein knuspriger Flammkuchen, der regen Zuspruch findet.

Heidi, Simone und Daniel haben sich erst an diesem Abend kennen gelernt und trinken bereits in fröhlicher Runde einen Wein. Daniel Rippert kommt gerne zum Gaalbernfest: „Es gibt etwas zu trinken, und die Leute sind aufgeschlossen.“ Gleich neben den dreien tanzt Thorsten Kiefer ausgelassen, denn er hat Geburtstag. Am Gaalbernfest gefällt ihm besonders „das super Wetter, die gute Stimmung und die freundlichen Menschen.“ Auch Wolfgang Uffelmann, der bis vor Kurzem Gemeindereferent in Hünfeld war und jetzt nach Fulda gezogen ist, feiert heute Geburtstag und kommt aus diesem Grund gerne nach Hünfeld zurück.

Den beiden und allen anderen Geburtstagskindern wird um Mitternacht von „Vorsicht Gebläse“ ein Ständchen gebracht. Die vielköpfige Band mit fünf Sängerinnnen und Sängern, 20 Bläsern und Percussion heizt dem Publikum ordentlich ein. Von Pop, Oldies, Swing bis Rock ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Besonders die alten deutschen Schlager wie zum Beispiel „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg oder Lieder von Udo Jürgens animieren das Publikum zum Tanzen und Mitklatschen.
 
Sänger Aristoleles Siebert zeigt, was passieren kann, wenn Karel Gott eingeladen gewesen wäre. Sein bekanntestes Lied „Biene Maja“ singt das Publikum lauthals mit. Klaus Mirk ist von den Musikern begeistert. „Die Band ist super, die machen gute Stimmung.“ Er kommt vor allem deswegen so gerne zum Gaalbernfest, „weil die Atmosphäre sehr angenehm ist“.

Nicht nur alteingesessene Hünfelder zählen am Samstag zu den Besuchern, sondern auch junge Leute, die zum Studieren oder berufsbedingt weggezogen sind. So wie Vera Vogt aus Betzenrod, die in Mainz studiert. „Ich bin am Wochenende zufällig nach Hause gefahren und freue mich jetzt, dass ich mit Freunden zum Fest fahren kann.“ Auch Julia Geßner, die seit einigen Jahren in Frankfurt wohnt, kommt nach Hünfeld, um alte Freunde nach langer Zeit wieder zu sehen.

Anders als am Freitag bleibt es am Samstag den ganzen Abend warm und trocken, sodass die Besucher lange in die Nacht hinein gesellig beisammen sitzen, stehen und tanzen und die laue Sommernacht ausgiebig gefeiert haben. Am Montagabend ist die letzte Gelegenheit, dem dem Gaalbernfest einen Besuch abzustatten.


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