Raiffeisenbank berichtet viel Positives
bh
Burghaun
Bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Burghaun legte der Vorstand einen positiven Geschäftsbericht für das Jahr 2011 vor. Mit Melanie Zöll aus Gruben wurde erstmals eine Frau in den Aufsichtsrat gewählt.
Vorstand Carsten Glebe berichtete von einem im Jahr 2011 erzielten Ergebnis, das nahezu an das Spitzenergebnis des Vorjahres herangekommen sei. Detailliert stellte Prokurist Christian Andert das Geschäftsjahr in Zahlen vor, dabei ging er vor allem die positive wirtschaftliche Entwicklung in fast allen Bereichen ein. Besonders vom Baugewerbe gingen positive Impulse aus. Rückenwind gebe es auch für den Groß- und Einzelhandel. Die Verbraucherpreise seien vor allem im Bereich der Energie gestiegen (plus zehn Prozent).
Anderts Ausführungen zufolge erhöhte sich die Bilanzsumme von 46,1 auf 49,6 Millionen Euro, was insbesondere auf den Zuwachs bei den Kundeneinlagen – der tragenden Säule des Bankinstituts – zurückzuführen sei. Die Spareinlagen nahmen um 5,6 Prozent auf 16,9 Millionen Euro zu. Auch die täglich fälligen Einlagen seien von 8,7 auf 9,9 Millionen Euro gestiegen, während sich die Einlagen mit vereinbarter Laufzeit rückläufig entwickelt hatten, nämlich von 14,3 auf 12,9 Millionen Euro.
Die Nachfrage nach Krediten sei verhalten gewesen. Die freie Liquidität sei vor allem in Wertpapiere investiert worden. Ausleihungen für den Wohnungsbau sowie für gewerbliche Finanzierungen hätten leicht zugenommen. Die Kundenforderungen machten zum Jahresabschluss knapp 57 Prozent der Bilanzsumme aus. Was den Warenumsatz betrifft, so konnte dieser in 2011 gegenüber 2010 erneut ausgebaut werden, sowohl durch Preissteigerungen als auch durch die abgesetzte Menge. Besonders positiv haben sich, laut Anderts, die Sparten Düngemittel und Getränke entwickelt. Wenngleich der Umsatz von 838.000 auf 959.000 Euro stieg, fiel das Reinergebnis gegenüber dem Vorjahr von 118.000 auf 114.000 Euro.
Neu ausgewiesen in der Bilanz wurde der Posten „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ mit 1 250 000 Euro. Auf Nachfrage aus dem Publikum erläuterte Carsten Glebe, dass es die Rücklagen, die in diesem Posten ausgewiesen seien, auch früher schon gegeben habe. In diesem Jahr hatten sie erstmals offen gelegt werden müssen. Für die Genossenschaftsmitglieder ändere sich aber nichts. Die geschäftliche Entwicklung der Raiffeisenbank war geprägt durch Kundeneinlagen. Der Vorstand habe ein angemessenes Risikomanagement eingerichtet und die Risikotragfähigkeit sei gegeben gewesen. Es werde gegenüber 2011 im Jahr 2012 mit einer nahezu gleichbleibenden Ertragslage gerechnet. Dies stellten Aufsichtsratsvorsitzender Dirk Brenke und dessen Stellvertreter Jürgen Eckel als Fazit der Prüfungsberichte heraus.
Laut Versammlungsbeschluss wird der Reingewinn in Höhe von 159 422 Euro folgendermaßen aufgeteilt: 52 351 Euro werden auf die Geschäftsguthaben der 1117 Mitglieder aufgeschlagen, das sind sechs Prozent Zuwachs. 60 000 Euro werden Rücklagen zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet. Mit den restlichen 47 070 Euro werden andere Rücklagen gebildet.
Auf Antrag von Wolfgang Gutberlet wurden sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat entlastet. Für die Aufsichtsratswahlen hat der Gesetzgeber verschärfte Anforderungen erlassen. Diese beziehen sich auf die Qualifikationen, die Bewerber für dieses Gremium in Zukunft vorweisen müssen. Aus dem Burghauner Aufsichtsrat ist Werner Zöll aus Gruben ausgeschieden. Die Großhandelskauffrau Melanie Zöll, ebenfalls aus Gruben, wurde neu in das Gremium gewählt. Thomas Barth aus Burghaun wurde als Mitglied bestätigt. Der Vorstand ehrte Werner Zöll für sein langjähriges Engagement mit der Raiffeisenmedaille in Silber.
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