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1. Februar 2012



Salonorchester Hofberg musizierte mit dem Lichtspielhaus Blas-Ensemble

Von Sabine Burkardt

Hünfeld
Das Pfarrzentrum St. Jakobus in Hünfeld wäre fast aus allen Nähten geplatzt. Zugunsten der Kirchenrenovierung der Stadtpfarrkirche St. Jakobus gaben Musiker aus Hünfeld zusammen mit dem Lichtspielhaus Blas-Ensemble aus Nüsttal ein Benefizkonzert.

Salonorchester Hofberg – das sind sechs Musiker aus Hünfeld, die sich als Ensemble zusammengetan haben und „handgemachte Salonmusik“ zum Besten geben. Vier der sechs Orchestermitglieder haben mehr als nur die Leidenschaft zur klassischen Salonmusik gemeinsam, denn Harald, Birgit, Andreas und Johanna Halsch sind eine Familie und haben das Salonorchester Hofberg vor zwei Jahren „salonfähig“ gemacht. „Wir sind schon immer eine musikalische Familie gewesen. Die Musik aus den Zeiten der Revuen und Tanztees hat es uns besonders angetan“, berichtet Harald Halsch. „Das könnten wir doch auch mal machen“, überlegte die Familie – und aus dem Schwärmen für die Musik aus der Zeit der Tanztees und Revuen zwischen 1860 und 1940 entstand ein konkretes Ziel: ein eigenes Salonorchester.

Mitwirkende
Salonorchester Hofberg:
Johanna Halsch (Violine I und Gesang), Birgit Halsch (Violine II), Willi Genßler (Flöte und Altsaxophon), Andreas Halsch (Violoncello), Harald Halsch (Kontrabass) und
Martin Genßler (Piano).
Lichtspielhaus-Blas-Ensemble:
Ute Krönung (Altsaxophon) Julia Laibach (Tenorsaxophon) Yannik Helm (Klarinette), Christian Laibach, Pascal Meister (beide Trompete), Philipp Kapp (Posaune) und Matthias Jakob (Schlagzeug) / sbt
Der Orchestername stand schnell fest: Hofberg, weil die Orchestermitglieder eben alle dort wohnen. Die ersten Proben fanden statt, meist bei Familie Halsch, da praktischerweise ja alle Instrumente und Musiker im Haus sind. Oder aber bei Willi Genßler, der das Ensemble mit Querflöte oder Klarinette begleitet. Den ersten Auftritt hatte das Salonorchester 2010 beim Nachwuchskonzert „Wind, Stings and Voices“ in der Stadthalle Kolpinghaus Hünfeld. Seitdem ist das Ensemble bei unterschiedlichen Anlässen wie Empfängen, Betriebs- oder Familienfeiern, als dezente Dinnermusik oder festliche Umrahmung unterwegs.

„Es gibt keine anderen Salonorchester in dieser Form in unserer Region, das ist wie eine Marktlücke für uns“, sagt Halsch. Besonders stolz ist die Familie auf Tochter Johanna, die manche Stücke mit ihrer tollen Gesangsstimme unterstützt und nebenbei noch enorme Fingerfertigkeit auf der Violine zeigt. Als die 16-Jährige im Pfarrzentrum sang, ging ein Raunen durch den Saal, die Zuhörer waren beeindruckt und begeistert zugleich.

Was im Pfarrzentrum alles geboten wurde, sorgte für gute Laune und bescherte zudem so manches „Weißt du noch damals?“-Erlebnis. Zu hören gab es romantische Walzerklänge wie Emil Waldteufels „Schlittschuhläufer“, bekannte Operetten- und Filmmelodien oder amüsantes wie die Ohrwürmer „Ich wollt ich wär ein Huhn“ oder „Tante Jutta aus Kalkutta“.

Dass die Orchester den Geschmack des Publikums trafen, war am Wippen von Köpfen und Füßen zu erkennen. Es entstand bei den Walzern sogar der Eindruck, dass viele Zuhörer ihren Sitzplatz verlassen und ein Tänzchen gewagt hätten, wenn es eine Tanzfläche gegeben hätte.



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