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1. September 2011



Schüler zum Thema „Sport gegen Gewalt“ bei der Bundespolizei

Von Sebastian Pötzl

Hünfeld
Nicht zum Tag der offenen Tür, sondern zur elften Präventionsveranstaltung mit dem Thema „Sport gegen Gewalt“ waren insgesamt 267 Fünftklässler der Hünfelder Wigbert- und Jahnschule zu Gast bei der Bundespolizei in Hünfeld.

„Gemeinschaftsgefühl wirkt Isolation und Aggression entgegen“ – das war das Motto, unter dem die Schüler an insgesamt zehn Stationen mit ihren Klassenlehrern sportliche und geistige Herausforderungen bewältigen mussten. In Ergänzung zu Präventionsmaßnahmen der Schulen, des Polizeipräsidiums Osthessen, der Stadt Hünfeld sowie des Vereins SMOG (Schule machen ohne Gewalt) haben die Kinder Parcours und Spiele gemeistert, bei denen die kompletten Klassengemeinschaften eingebunden und angesprochen wurden.

Die insgesamt elf Klassen hatten sich vor der Präventionsveranstaltung ausgiebig auf den Tag bei der Bundespolizei vorbereitet. „Wir haben das Thema Gewalt mit den Schülern besprochen und dabei den Joker gebaut“, berichtete Tanja Schneider, Klassenlehrerin der 5eR der Jahnschule. Die Joker sind von den Schülern gebastelte Figuren, die als Impuls für die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Sport gegen Gewalt“ dienen soll. Diese konnten sie bei dem Wettkampf einsetzen, um ihre Punktzahlen zu erhöhen.

In der Turnhalle maßen die Klassen ihre Geschicklichkeit gegeneinander, wobei es galt, keinen auszugrenzen. Bei dem Spiel „Wasser Marsch“ sollte ein Wassereimer durch einen kniffeligen Hindernisparcours unter gegenseitiger Hilfestellung gemeinsam ins Ziel transportiert werden. Die Klasse, die in 13 Minuten die größte Menge Wasser befördert hatte, gewann das Spiel. „Der Wettkampf mit dem Wasser macht mir richtig Spaß, und ich hoffe, dass wir auch gewinnen“, sagte der zehnjährige Marvin aus der 5c der Wigbertschule unter dem grünen Polizeiregencape, bevor er mit seinen Schulkameraden zur nächsten Station wechselte. Hier wurden die Schüler bei dem Spiel „Licht und Schatten“ mit verbundenen Augen durch ein Feld mit aufgestellten Hindernissen gelotst. Die Zehn- bis Elfjährigen mussten bei dem Wettkampf auf die Anweisungen ihrer Klassenlehrer hören, die ihnen die Richtung ansagten. „Die Fünftklässler lernen an dieser Station, dass sie in Situationen der Hilflosigkeit auf andere vertrauen können“, erklärte Polizeihauptkommissar Elmar Goldbach.

Auch bei den anderen Spielen war die Gemeinschaft gefragt. „Wir wollen hier vermitteln, dass Einzelkämpfertum nicht der Weg zum Erfolg ist, sondern die Gemeinschaft“, erklärte Goldbach und fügte hinzu, dass man diese Grundsteine schon im jungen Alter legen müsse.

Auf dem Gelände der Bundespolizei galt es an diesem Tag, nicht nur sportliche Herausforderungen in der Gruppe zu meistern. Filme zur Gewaltprävention wurden von den Beamten vorgeführt, bei denen die Schüler an Beispielen gezeigt bekamen, in brenzlichen Situation des Alltages nicht wegzuschauen, sondern zu handeln und Hilfe zu holen.
Nach den zehn anstrengenden und für die Fünftklässler lehrreichen Stationen wurden die erfolgreichsten Klassen mit tollen Preisen geehrt. Die beiden ersten Plätze gewannen einen Erlebnistag mit dem Polizeibus zum Frankfurter Flughafen. Die Zweit- und Drittplatzierten eine Fahrt auf Point Alpha.



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