Tag der Mathematik lockte Jugendliche
HÜNFELD Einen ganzen Samstag lang über Mathe brüten: Glaubt man dem Klischee, dann ist das bei vielen Schülern nicht die ideale Wochenendplanung. Der Tag der Mathematik bot nun aber Anlass, dieses Vorurteil zu überdenken.
„Heute haben wir wirklich volles Haus“, berichtet Thomas Huke vom Fuldaer Zentrum für Mathematik und Literatur, das den jährlichen Wettbewerb veranstaltet. Mit fast 100 Teilnehmern aus 14 Schulen verzeichnete der 19. Mathe-Tag sogar einen Rekord.
SIEGER
Einzelwettbewerb
1. Viktor Seifert (Rabanus-Maurus-Schule Fulda)
2. Philipp Schlag (Rabanus-Maurus-Schule)
3. Florentina Münzner (Winfriedschule Fulda)
4. Konrad Pöhlmann (Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium Vacha)
5. Ann-Christin Pflanz (Melanchthon-Schule Steinatal)
Gruppenwettbewerb
1. Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach
2. Rabanus-Maurus-Schule Fulda
3. Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium Vacha
4. Wigbertschule Hünfeld
5. Winfriedschule Fulda
1. Viktor Seifert (Rabanus-Maurus-Schule Fulda)
2. Philipp Schlag (Rabanus-Maurus-Schule)
3. Florentina Münzner (Winfriedschule Fulda)
4. Konrad Pöhlmann (Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium Vacha)
5. Ann-Christin Pflanz (Melanchthon-Schule Steinatal)
Gruppenwettbewerb
1. Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach
2. Rabanus-Maurus-Schule Fulda
3. Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium Vacha
4. Wigbertschule Hünfeld
5. Winfriedschule Fulda
Und auch wer glaubt, Mathematik sei etwas für Einzelgänger, wurde eines Besseren belehrt: In 22 Teams rechneten die Schüler miteinander um die Wette. Dabei waren nicht nur gute Zusammenarbeit, sondern auch Schnelligkeit gefragt. „Die Aufgaben waren teilweise schon recht knifflig, vor allem weil man sie in so kurzer Zeit lösen musste“, sagt Sabine Sauer aus Dittlofrod. Und der Steinbacher Tobias Ritz, der gemeinsam mit Andreas Baumbach den vierten Platz im Gruppenwettbewerb belegte, fügt hinzu: „Es macht aber Spaß, weil man sich selbst nicht so unter Druck setzt wie bei einer Klausur.“
Logisches Denken gefragt
Ganz ohne Taschenrechner mussten die Zwölftklässler Aufgaben aus Mathematik-Leistungskursen lösen, bei denen man meist nicht nur ein Faible für Zahlen, sondern auch eine gute Portion logisches Denken brauchte. Neben der Gruppenarbeit gab es außerdem einen Hürden- und einen Einzelwettbewerb, in dem die Schüler ihr Talent unter Beweis stellen konnten. Als kleinen Anreiz erhielten die Erstplatzierten Preise wie MP3-Player, Festplatten und USB-Sticks. Die ersten drei Sieger im Einzelwettbewerb gewannen eine so genannte Modellierungswoche im Wert von je 600 Euro, in der sie gemeinsam mit Hochschulprofessoren mathematische Alltagsprobleme bearbeiten werden. Gesponsert wurden die Stipendien von der Ewald-Volmer-Stiftung, dem Verein Zukunft Bildung und der VR-Bank Nordrhön, die auch die Räumlichkeiten stellte und für die Bewirtung der Teilnehmer und ihrer Lehrer sorgte.
Unter den Top Zehn im Einzelwettbewerb waren insgesamt sechs Mädchen – womit auch das Vorurteil, dass Jungs die besseren Zahlenjongleure seien, aus der Welt geschafft wäre. Abgerundet wurde das Programm durch Vorträge, in denen die Schüler einiges zur Bedeutung von Mathematik für die Welt der Finanzen und das kulturelle Leben erfuhren, während ein Korrektoren-Team die Sieger ermittelte.
AUFGABE
Aufgabe:
Ein Mathematiker berichtet im Freundeskreis, dass im Jahr 2010 sowohl seine jüngere als auch seine ältere Tochter so alt sein werden wie die Quersumme ihrer Geburtsjahre (als vierstellige Zahl).
In welchen Jahren wurden die Töchter geboren?
Lösung:
Das Geburtsjahr der jüngeren Tochter sei 200a.
Aus 2+0+0+a = 2010 - 200a folgt a=4, also ist sie 2004 geboren.
Das Geburtsjahr der älteren Tochter sei 19ab.
Aus 1+9+a+b = 2010 - 19ab folgt 11a + 2b =100.
Wegen b kleiner oder gleich 9 ist a größer oder gleich 8.
Da a gerade sein muss, folgt a = 8 und b = 6, also ist die älteste Tochter 1986 geboren.
Ein Mathematiker berichtet im Freundeskreis, dass im Jahr 2010 sowohl seine jüngere als auch seine ältere Tochter so alt sein werden wie die Quersumme ihrer Geburtsjahre (als vierstellige Zahl).
In welchen Jahren wurden die Töchter geboren?
Lösung:
Das Geburtsjahr der jüngeren Tochter sei 200a.
Aus 2+0+0+a = 2010 - 200a folgt a=4, also ist sie 2004 geboren.
Das Geburtsjahr der älteren Tochter sei 19ab.
Aus 1+9+a+b = 2010 - 19ab folgt 11a + 2b =100.
Wegen b kleiner oder gleich 9 ist a größer oder gleich 8.
Da a gerade sein muss, folgt a = 8 und b = 6, also ist die älteste Tochter 1986 geboren.
Von unserer Mitarbeiterin
Viktoria Hahn
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