Sensationsfunde: Am Sonntag zu bestaunen
dpa
Burghaun
Nach ihren Ausgrabungen in Osthessen präsentieren Archäologen an diesem Sonntag ihre «Sensationsfunde» beim sogenannten Tag der offenen Grabung in Burghaun.
Die Forscher entdeckten unter anderem ein etwa 3500 Jahre altes Bronzeschwert, eine Gewandnadel und eine geschliffene Perle. «So etwas wird selten entdeckt. Das sind für uns hochbedeutende Funde», sagte der Stadt- und Kreisarchäologe Frank Verse. Einen vergleichbaren Fund habe es in der Region zuletzt vor mehr als 100 Jahren gegeben.
Ihre Ausgrabungen wollen die Fachleute am Sonntag zwischen 10.00 und 16.30 Uhr am Fundort beim sogenannten Tag der offenen Grabung präsentieren. Stündlich veranstalten die Experten Führungen. «Das Schwert wird aber nicht gezeigt, es ist zu fragil», sagte Verse. Es soll nun dokumentiert und restauriert und später in einem Museum ausgestellt werden.
Das Schwert ist etwa 60 Zentimeter lang und drei bis vier Zentimeter breit. Angesichts der Verzierung an der Waffe aus der vorkeltischen Epoche gehen die Forscher davon aus, dass es einem Sippenoberhaupt gehört hat. Das Schwert sei ihm bei seiner Bestattung mit ins Grab gelegt worden.
Präsentiert werden sollen in Burghaun die übrigen Fundstücke und der Aufbau des Hügelgrabes, wie Verse sagte. Entdeckt worden sei die Bestattungsfläche von einem Hobby-Archäologen. Ein Team von Studenten aus Marburg und Mainz beteiligte sich an den Arbeiten.
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