Shell-Station an Brückenmühle wird saniert
ag
Hünfeld
Der Fuldaer Mineralölhändler Knittel hat den Pachtvertrag für seine Shell-Tankstelle an der Brückenmühle in Hünfeld überraschend gekündigt und betreibt den Standort vorerst selbst.
Dies erklärte Geschäftsführer Ulrich von Keitz auf Nachfrage unserer Zeitung. Ausschlaggebend für die außerordentliche Kündigung, die am Dienstag gegenüber dem bisherigen Pächter ausgesprochen wurde, seien „wirtschaftliche Gründe gewesen, die aber nicht im Standort begründet sind“. Näher wollte sich von Keitz nicht äußern. Wer gestern Morgen an der Tankstelle vorbeifuhr, konnte rot-weißes Absperrband sehen, das um die Tanksäulen gespannt war. Zu diesem Zeitpunkt sicherten Knittel und Shell ihre Bestände an Waren und Treibstoffen und führten eine Inventur durch.
Die Tankstelle ist eine von 80, die Knittel verpachtet hat. Vom Umsatz her zählt sie zum oberen Drittel. „Das ist für uns ein wichtiger Standort, der auch wirtschaftlich gut zu betreiben ist“, verdeutlichte von Keitz. Die acht Mitarbeiter werde man weiterbeschäftigen. Den Betrieb hat die Knittel-Tochter JKS-Betriebsgesellschaft übernommen.
Im nächsten Jahr soll die Tankstelle nach dem Modell der Green Box, das Knittel unlängst in der Kreuzbergstraße in Fulda verwirklicht hat, modernisiert werden. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das neben dem klassischen Geschäft mit Treibstoffen und Zeitschriften auf frisch zubereitete und hochwertige Snacks setze. Außerdem müsse die Tankstelle 15 Jahre nach ihrer letzten Modernisierung wieder einmal den Ansprüchen der Kundschaft angepasst werden.
Zunächst, so von Keitz, werde man den Standort selbst weiter betreiben, „um Ruhe und Stabilität in den Betrieb zu bekommen“, später sei auch wieder daran gedacht, die Tankstelle zu verpachten. Der bisherige Pächter war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
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