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26. Januar 2012



Sorge um die Bodenqualität

sko/nm

Eiterfeld
Auf einer Länge von etwa acht Kilometern wird die Erdgasleitung Midal-Süd Loop auch durch Eiterfelder Gebiet verlaufen. Auf einer Bürgerversammlung konnten nun die Bewohner und vor allem von den Baumaßnahmen betroffene Grundeigentümer ihre Fragen und Kritik an Vertreter der Firma Wingas Transport loswerden.

Rund 60 Zuhörer im kleinen Saal des Bürgerhauses in Eiterfeld lauschten aufmerksam den Ausführungen von Trasseningenieur Marco Breiding, als dieser den Verlauf der für Anfang 2013 geplanten Baumaßnahmen für die Erdgasleitung Midal-Süd Loop erläuterte. Die Anwesenden waren in der Hauptsache Landwirte und Grundeigentümer, durch deren Boden die Gasleitung verlegt werden soll.

Grundsätzlich erhalten die Eigentümer eine Entschädigungszahlung für die Nutzung ihres Grundes und die wirtschaftlichen Verluste, die sie während der Bauphase erleiden. „Die Höhe dieser Entschädigung orientiert sich am Marktwert des Grundstücks und wird vor Baubeginn mit dem Landesbauernverband in einer Rahmenvereinbarung ausgehandelt“, erklärte Stefan Semprich von Wingas Transport.

Gefahr für Industriegebiet

Einige der Anwesenden zweifelten jedoch, ob eine solche Einmalzahlung als Entschädigung noch ausreichend sei. Mechthild Klee, Mitglied des Gemeindevorstands Eiterfeld und selbst eine der Betroffenen, merkte an, dass der Boden über der bereits seit 1993 liegenden Gasleitung Midal noch immer viel zu trocken sei. Dies liege auch daran, dass bei der Wiederaufschüttung der Boden damals so sehr verdichtet worden sei, dass er bis heute nicht genug Wasser aufnehme. Solche Folgeschäden ließen sich leider nicht immer vermeiden, gab Marco Breiding zu und fügte hinzu: „Seitdem hat sich die Technik aber stark entwickelt. Wir werden die Fehler von vor 18 Jahren nicht wiederholen.“

Reiner Giebel, Gemeindevertreter in Eiterfeld, kritisierte, dass ein Abschnitt der Leitung direkt unter einer als Industriegebiet ausgewiesenen Fläche am westlichen Ortsrand von Eiterfeld verlaufen solle, für das es auch schon einen Investor gebe. Das Gebiet würde durch die Midal-Süd praktisch wertlos werden, da direkt über einer Gasleitung keine geschlossenen Gebäude errichtet werden dürfen. Marco Breiding erklärte: „Darüber müssen wir nochmal reden. Vielleicht lässt sich die Leitung auch um das Bauland herum legen. Wir befinden uns ja noch in der Planungsphase, und Änderungen sind möglich.“

Thema war während der Versammlung auch die Lärmbelästigung rund um die Verdichterstation Reckrod, an der die Midal „entspringt“. Vor allem in Branders herrsche an manchen Tagen eine unzumutbare Geräuschkulisse, kritisierten einige Bürger. Wingas zufolge lägen die Werte allerdings im normalen Bereich und rühren von Fließgeräuschen oder Gasturbinen her. Wingas bot aber an, sich gemeinsam vor Ort zu treffen und dabei Messungen durchzuführen. 



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