Trotz des miesen Wetters viel Spaß in den Sommerferien
Von Viktoria Hahn
Hünfeld
Die Sommerferien sind da! Doch von Sommer kann bisher nicht die Rede sein. Denn die Sonne hat in den letzten drei Wochen nur manchmal hinter den Regenwolken hervor geblinzelt. Was tun also in der schulfreien Zeit?
Nur ein Viertel im Freibad
Die Schule vermisst Johannes Ritz aus Setzelbach nicht. Der Zwölfjährige wächst in einem landwirtschaftlichen Betrieb auf. Da gibt es immer etwas zu gucken oder zu tun: Zum Beispiel kümmert er sich um das neue Kälbchen, das er Irmgard getauft hat, „weil wir den Namen noch nicht hatten“. Wie Johannes mag auch Irmgard keinen Regen und verkriecht sich dann am liebsten in ihrer Kälbchenbox. Auch Hase Mika wartet auf sein Futter, und die sechs Katzenbabys harren ihrer Streicheleinheiten. Seinen Brüdern hilft er dabei, in der Scheune ein neues Abteil für Schrot zu bauen. Morgens steht Johannes sogar öfter freiwillig um sechs Uhr auf, um im Stall mitzuhelfen. Aber nicht, wenn es regnet: „Dann versuche ich einfach weiterzuschlafen.“ Denn schlechtes Wetter sorgt bei ihm nicht für gute Laune: „Dann gucke ich fernsehen und langweile mich.“ Oder er fährt am Traktor mit – der hat nämlich ein Verdeck. Viel lieber ist Johannes an der frischen Luft, spielt Fußball, fährt Fahrrad, übt Tricks auf dem Waveboard oder das Wurf- und Fangspiel „Squad“. Und ein Ausflug wartet noch auf den Jahnschüler, der nach den Ferien die 7. Klasse besuchen wird: Bald will er für einige Tage seine große Schwester in Stuttgart besuchen. Minigolf, Kino und Pfannkuchen backen stehen dann auf dem Plan.
Wenn es regnet ist der siebenjährige Noah Block aus Steinbach gar nicht traurig: Wie seine Klassenkameradin Lilli spielt er gerne mit Playmobilfiguren. Eine ganze Safarigesellschaft mit Jeep, Lodge und einer Menge wilden Tieren baut er in seinem Zimmer auf und ab. Über den Autoteppich stolzieren stolze Giraffen, gefährliche Tiger, Nashörner und Antilopen, und im Waschbecken räkelt sich ein Krake. Wie passend, dass es mit seiner Mama Constanze bald auf in Richtung Playmobil-Park geht. Mit Oma und Opa Siegfried und Martha Block spielt er das Spiel Kuhhandel – und hat sich dafür sogar eigene Regeln ausgedacht. Wenn das Wetter schöner wäre, würde Noah gerne draußen mit seinen Freunden spielen. Und wie alle Kinder hofft er darauf, dass es bald das richtige Wetter für den Schwimmbadbesuch gibt.
Das war bisher nur schlecht möglich. In den ersten drei Ferienwochen besuchten 1122 Kinder und Jugendliche das Hünfelder Freibad – im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum schon 4571 unter 18-Jährige, teilen die Hünfelder Stadtwerke mit. Aber vielleicht hat der Sommer ja ein Einsehen und stellt in den nächsten Wochen die Statistik noch ganz auf den Kopf.
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