Über 200 Mitwirkende beim Konzert der Wigbertschule
Manuela Henkel
Hünfeld
Das Adventskonzert der Wigbertschule ist mittlerweile zu einer guten Tradition geworden. Neben dem Blasorchester Bl-O-W und den jungen Streichern des Kammerorchesters krönten die Gymnasiasten das Konzert in der Hünfelder Klosterkirche mit der anspruchsvollen Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Camille Saint-Saëns.
Mit hellem Kerzenschein wurden die zahlreichen Besucher bereits vor dem Portal begrüßt. Schulleiter Alfred Helgert lud die Zuhörer zu einem besinnlichen Musikgenuss in der hektischen Adventszeit ein. „Unsere Schüler haben dafür viel geübt“, betonte Helgert.
Kraftvoll startete das Blasorchester mit dem Stück von Jeremiah Clarke, „The Royal Duke“. Der vordere Bereich des Chorraums stellte hierfür eine hervorragende Klangkulisse zur Verfügung. Unter der souveränen Leitung von Martin Genßler boten die jungen Bläser mit „Solemn Fugue“ von Clifton Williams ein anspruchsvoll-nachdenkliches Stück, führten aber ebenso mit „Rudolph, The Red-Nosed Reindeer“ weihnachtlich-beschwingt durch das Programm.
Viel Applaus erhielten die „Jungen Streicher des Kammerorchesters“ unter der Leitung von Katharina Antonovska: Die neun Nachwuchsmusiker im Alter von 8 bis 14 Jahren stimmten mit traditionellen Weihnachtsstücken wie „Stille Nacht“ und „Kommet, ihr Hirten“ auf das bevorstehende Fest ein. Dabei zeigte auch der jüngste Akteur des Abends, der achtjährige Martin Carlsen aus Hünfeld, sein musikalisches Können.
Höhepunkt des etwa eineinhalbstündigen Konzertes war die gelungene Darbietung des Weihnachtsoratoriums des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns. Für das ehrgeizige Projekt vereinten sich zwei Ensembles der Hünfelder Wigbertschule zu einem großen Klangapparat von über einhundert Mitwirkenden. Der Schulchor „Voice Garden“ und das „Hünfelder Kammerorchester an der Wigbertschule“ musizierten gemeinsam mit Solisten der Jahrgangsstufe 13 und Regionalkantor Ulrich Moormann an der Orgel. Dirigent Thomas Nüdling gelang die harmonische Verbindung von Chor und Musikern, die zu einem großen Ganzen verschmolzen. Mit einer zarten, an barocke Vorbilder verweisenden Prelude gelang der Einstieg in das in lateinischer Sprache verfasste Oratorium.
Tenor Christian Seidler aus Hünfeld berichtete im Anschluss musikalisch von den Hirten, die auf dem Felde lagerten. In der Rolle des Engels verkündete Sopranistin Johanna Halsch aus Hünfeld mit klarer Stimme die frohe Botschaft.
Unter anderem mit „Expectans expectavi dominum“ und „Alleluja, laudate coeli“ zeigten die Schüler des Musikkurses 13 ihr gesangliches Talent. Mit einem Duett für Sopran und Bariton überzeugten Anna Ziert aus Tann und Andreas Halsch aus Hünfeld mit anspruchsvollen Gesangspassagen, die sie souverän meisterten.
Kraftvoll und festlich beschlossen die 87 Chorsänger und 30 Musiker des Kammerchores mit der letzten Chorszene „Tollite hostias“. „Es war das erste Mal, dass wir uns so einer großen Herausforderung gestellt haben“, sagte Thomas Nüdling nach dem Konzert. Gemeinsam mit ihrem engagierten Musiklehrer hatten die Schüler nach den Herbstferien mit den Proben begonnen. Begeistert zeigte sich das Publikum, das die insgesamt gelungene und qualitativ hochwertige Darbietung mit einem großen Applaus und Standing Ovations honorierte. Der Erlös des Adventskonzertes soll der Schulgemeinde und gemeinnützigen Projekte zu Gute kommen.
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