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7. Oktober 2012



Viele Unterstützer für Bündnis gegen Rechts

Von Sabine Burkardt

Hünfeld
Die Pläne des Aktionsbündnisses gegen Rechts in Hünfeld nehmen weiter Gestalt an. Die Koordinierungsgruppe des Bündnisses informierte jetzt die Vertreter der unterstützenden Gruppierungen über den aktuellen Stand der Dinge.

Das Aktionsbündnis Hünfeld gegen Rechts hatte sich im Gegenzug zum geplanten Fackelumzug der rechtsextremen Jungen Nationaldemokraten (JN) formiert. Inzwischen ist die Zahl der Unterstützer, dem viele gesellschaftliche Gruppierungen von den Parteien über die Kirchen bis hin zu Vereinen angehören, auf knapp vierzig angewachsen. Jörg Bachmann von der Koordinierungsguppe zeigte sich erfreut über das breite Spektrum der Organisationen. „Wir freuen uns über viele Ideen und Vorschläge. Die Leute sollen sehen, dass etwas getan wird in Hünfeld“, sagte er.

Bis zum 10. November, an dem die Demonstration stattfinden soll, stehen bereits einige Veranstaltungen des Aktionsbündnisses auf dem Terminkalender. So wird es neben Infoständen in der Stadt Hünfeld auch Infoveranstaltungen in den Fachhochschulen Fulda, Darmstadt, Rotenburg und Kassel geben. Außerdem sind ein Stolperstein-Rundgang und ein Filmabend geplant, an dem der Film über die Widerstandskämpferin Sophie Scholl gezeigt werden soll.

Die nächsten Infostände in Hünfeld sind am Freitag, 12. Oktober (Night-Streetball-Turnier) und am Samstag, 13. Oktober (Haune-Center) geplant. Um Interessierten dabei etwas in die Hand geben zu können und um weitere Aufmerksamkeit zu erregen, wurden bereits Flyer, Aufkleber und Plakate in Auftrag gegeben.

Noch fraglich ist bislang die Route des Fackelzuges der JN durch die  Innenstadt. Die angemeldete Route, die über den zeitgleich stattfindenden Martinsmarkt führen sollte, wurde abgelehnt. Alternativ hat die Ordnungsbehörde eine Route angeboten, die vom Bahnhof aus nach rechts über die Klingelstraße, Hindenburgallee, Jahnstraße, Kreisel Krankenhaus und Schillerstraße führt. Bisher ist diese Alternative von der JN nicht bestätigt worden.

Die Route des Aktionsbündnisses ist von der Josefstraße über die Mackenzeller Straße, Friedenstraße und Molzbacher Straße geplant. Einen direkten Kontakt zwischen beiden Gruppen wird es nur am Bahnhof geben, wo der Hauptkundgebungspunkt sein wird. Entlang den Routen finden sich weitere Kundgebungspunkte, an denen Redner wie Bundestagsabgeordneter Michael Brand (CDU), Landtagsabgeordnete Sabine Waschke (SPD), Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel (CDU) und der evangelische Pfarrer Stefan Remmert gegen die Rechtsextremen zu Wort kommen sollen.

Während der Demo wird sowohl die komplette Gartenstraße als auch die Treppe von der Bahnhofstraße in die Innenstadt abgesperrt. Immer noch als sehr vage bezeichnete die Koordinierungsgruppe die erwartete Anzahl der Jungen Nationaldemokraten von 100 bis 150. Es müsse mit einem Aufgebot von 800 bis 1500 Polizisten gerechnet werden.

Mitglieder des Aktionsbündnis
Antifaschistische Bildungsinitiative e.V.,  AStA der Hochschule Fulda, AstA der TU Darmstadt, Attac Fulda, Bonifastiuskloster der Oblaten Hünfeld, Bündnis 90/Die Grünen  Kreisverband Fulda, CDU Hünfeld, City-Marketing Hünfeld e.V., CWE Hünfeld, DGB Kreisverband Fulda, DGB-Jugend Südosthessen, Die Linke (Kreisverband Fulda), Die Linke Offene Liste (Stadtverordnetenversammlung Fulda), Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld, FDP Hünfeld, Feuerwehr Hünfeld, Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft-Kreisverband Fulda, Grüne Jugend Fulda, Hünfelder Sportverein 1919 e.V., Intern. Offiziers- und Soldatengesellschaft e.V., Junge Union Hünfeld, Jusos Fulda, Katholische Kirchengemeinde Hünfeld, Lions Club Hünfeld, Partnerschaftsverein Hünfeld e.V., Piratenpartei Hessen, Piraten-Stammtisch Fulda, Rhönklub Zweigverein Hünfeld e.V., Schulelternbeirat der Wigbertschule Hünfeld, Schülervertretung Jahnschule Hünfeld, Schülervertretung Wigbertschule Hünfeld, SPD Hünfeld, SPD Unterbezirk Fulda, Sportjugend Hessen, Technisches Hilfswerk Hünfeld, Tierschutzverein Hünfeld Stadt und Land e.V., „uno“ – eine Welt in Fulda e.V., ver.di-Jugend Osthessen


Leser-Kommentare ( 2 )
  • Frohnapfel (368) | 8. October 2012;08.10.2012;1349691266 --> 08 Oktober 2012
    Vielleicht kommen 2.000 Gegendemonstranten

    Die Menge der eingesetzten Poizisten überlasse ich den Fachleuten. Lieber ein paar mehr als zu wenig.

  • Rucksack (50) | 8. October 2012;08.10.2012;1349676066 --> 08 Oktober 2012
    Für wen dieser Polizei-Aufwand?

    Ich wundere mich doch sehr: bei der Demonstration der JN werden etwa 150 Menschen erwartet, bei der Polizei sollen zwischen 800 und 1500 Beamte zum Einsatzn kommen.
    Von wem geht die Gefahr aus? 150 Nationalisten kann man wohl mit 200 Beamten in Schach halten. Planen die Gegendemonstranteb etwa Krawalle, so dass ein solch gewaltiges Polizei-Aufgebot nötig ist?