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27. März 2011



Von der Tücke, um die Ecke zu denken

Von Marie-Theres Schindler

Hünfeld
Zahlen, komplizierte Formeln und ein „trockenes“ Schulfach: Den Ruf, den die Mathematik genießt, ist oft nicht der Beste. Doch das muss nicht sein, wie der Tag der Mathematik jedes Jahr wieder beweist.

SIEGER

Einzelwettbewerb:
1. Johannes Greiner (Wigbertschule Hünfeld)
2. Alexander Möller (Wigbertschule Hünfeld)
3. Timo Zinn (Alexander-von-Humboldt-Schule, Lauterbach)
4. Pascal Fischer (Alexander-von-Humboldt-Schule, Lauterbach)
5. Bechir Anbar (Modellschule Obersberg Bad Hersfeld)
Gruppenwettbewerb:
1. Domgymnasium Fulda
2. Winfriedschule Fulda
3. Winfriedschule Fulda
4. Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach
5. Wigbertschule Hünfeld

Teilgenommen haben in diesem Jahr insgesamt 80 Schüler von sieben Schulen; ausgetragen wurde der Wettbewerb schon zum fünften Mal in Folge in der Hünfelder VR-Bank-Filiale in der Mackenzeller Straße.

„Mathe ist eine Sache, die man sonst immer alleine mit Bleistift und Papier im stillen Kämmerlein betreibt. Heute geht es aber um die Gemeinschaft und um Zusammenarbeit“, erklärte Thomas Huke vom Zentrum für Mathematik und Literatur Fulda, das den jährlich stattfindenden Tag ausrichtet. Bereits zum 20. Mal traten am Samstag Schüler der Jahrgangsstufe 12 allgemeinbildender und beruflicher Gymnasien an zehn verschiedenen Standorten gegeneinander an. Der Wettbewerb besteht aus drei Teilen, die überall mit identischen Aufgaben durchgeführt werden: Zunächst werden mathematische Aufgaben im Team bewältigt, dann folgt ein Einzelwettbewerb und schließlich geht es in der Disziplin „mathematische Hürden“ darum, möglichst viele Aufgaben in kurzer Zeit richtig zu lösen. Wichtig dabei: Einen Taschenrechner dürfen die Schüler nicht benutzen. „Man muss alles im Kopf wissen, Hilfsmittel sind nur Stift und Papier“, erzählt Clara Rollwagen von der Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach, und ihre Klassenkameradin Natalie Frank ergänzt: „Gerade unter Zeitdruck ist es schwierig, um die Ecke zu denken und schnell auf den richtigen Lösungsweg zu kommen.“
Acht Lehrer waren mit von der Partie, die an einer Fortbildung zum Thema Präsentationsprüfungen im Abitur teilnahmen, während ihre Schüler sich an kniffeligen Aufgaben versuchten. Für Schüler und Lehrer wurden des weiteren auch verschiedene Vorträge rund um das Thema Mathematik und ihr Bezug zum Berufsleben angeboten.
Die drei Besten des Einzelwettbewerbs gewannen Stipendien für eine vom Zentrum für Mathematik organisierte Modellierungswoche im Wert von 600 Euro. Die Sieger werden in Zusammenarbeit mit Mathematiklehrern, Professoren und Mitarbeitern verschiedener Hochschulen sowie dem Zentrum für Mathematik eine Woche lang Anwendungsprobleme aus Industrie und Wirtschaft mathematisch lösen.

Gesponsert werden die Stipendien von der VR-Bank NordRhön, der Ewald Vollmer-Stiftung sowie der IHK Fulda. Zu gewinnen gab es außerdem Sachpreise wie Grafiktaschenrechner, Festplatten oder MP3-Player. Nach ganz vorne knobelten sich im Einzelwettbewerb zwei Wigbertschüler: Johannes Greiner und Alexander Möller freuen sich nun auf spannende Tage ganz im Zeichen der Mathematik. „Die Aufgaben heute waren schon anspruchsvoll, aber insgesamt war der Tag ein Erfolg und hat Spaß gemacht“, resümierte Möller schließlich.



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