Waldkindergarten beteiligte sich am Tag der Nachhaltigkeit
Von Sophia Steube
Kirchhasel
Zum zweiten Mal wurde am Mittwoch der hessische Tag der Nachhaltigkeit ausgerichtet. Daran beteiligten sich auch die „Haselmäuse“ des Kirchhaseler Waldkindergartens.
Wie sät man die Samen fürs Gemüse aus? Wie pflegt man einen Garten richtig? Wann und wie erntet man Kartoffeln? Im Waldkindergarten in Kirchhasel beschäftigen sich die 20 Kinder fast täglich mit diesen Fragen.
Seitdem die Einrichtung im September 2008 eröffnet wurde, gibt es auf dem Gelände einen kleinen Garten. Dort werden die unterschiedlichsten Gemüsesorten von den Kindern angebaut. Jedes Jahr im Frühling beginnt die Gartenarbeit. „Hier wachsen die Bohnen, da die Kartoffeln. Und das da drüben sind Blumen, aus denen kann man Tee machen“, erklärt der dreijährige Milo.
Anlässlich des Tages der Nachhaltigkeit haben die Kinder gestern gemeinsam einen Eintopf gekocht – mit dem selbst angebauten Gemüse. „Um acht Uhr heute morgen haben wir mit den Vorbereitungen für den Eintopf begonnen. Die Möhren und Bohnen mussten ja schließlich noch geerntet werden“, berichtet Erzieherin Susanne Fischer, während sie mit den Kindern den Tisch deckt. Vor dem Essen müssen aber selbstverständlich die Hände gewaschen werden. „Ich habe heute Seifendienst. Ich passe auf, dass die Kinder nicht zu viel Seife nehmen.“ Geduldig wartet der fünfjährige Arian, bis jedes Kind die Hände gewaschen hat.
Um zwölf Uhr gibt es den mühevoll zubereiteten Eintopf. Und auch zwei Gäste sind zu Besuch gekommen. Michaela und Matthias Steinmacher aus Buchenau wollten sich das delikate Essen nicht entgehen lassen. Sogar einen Nachtisch haben die Kinder vorbereitet – Apfelmus. „Mein Lieblingsessen“, freut sich die fünfjährige Helen. Der Apfelmus wurde ebenfalls von den Kindern zubereitet. Julius (6) weiß genau, wie das geht: „Wir schneiden die Äpfel klein und drücken sie einfach durch das Sieb.“ Nach dem Essen verschwinden die Kinder wieder zum Spielen in das kleine Waldstück. Warum der Kindergarten beim Tag der Nachhaltigkeit mitmacht, erklärt Susanne Fischer: „Wir arbeiten hier im Waldkindergarten grundsätzlich an nachhaltiger Bildung. Es geht um einen wertschätzenden Umgang mit der Natur.“
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