Fulda +26°/+14°C
> >     
Social Plugins können Daten übertragen (siehe Datenschutzbestimmungen)
24. März 2011



Wenn Schüler selbst Regie führen

Hünfeld
Eine Gruppe junger Leute sitzt auf der Couch und spricht über ihre Vorstellungen vom Traumberuf. Dabei ist eine Kamera auf sie gerichtet, Souffleusen stehen im Hintergrund.

Die Klasse 11 f der Wigbertschule nimmt am Wettbewerb des Hessischen Rundfunks „Meine Ausbildung – Schüler führen selbst Regie“ teil.

Die Jugendlichen drehen einen Kurzfilm zum Thema „Ausbildung“ und sind mit großem Eifer dabei. „Das Projekt macht total Spaß, das ist mal etwas ganz anderes als Schule“, sagt die Elftklässlerin Laura Stadtmüller. Viel Zeit und Energie stecken die Schüler in ihren Film, der an insgesamt drei Drehterminen fertiggestellt werden soll. Dabei machen sich die Nachwuchs-Filmemacher konzentriert und diszipliniert ans Werk, alles wird genau abgesprochen und geplant.

Wer sagt was, wer sitzt wo und auf wen wird die Kamera gerichtet? Teamwork wird in der 11 f großgeschrieben, und wenn die Schüler, die als Schauspieler fungieren, ihren Text aufsagen, ist es mucksmäuschenstill am Drehort. Der wechselt übrigens von Termin zu Termin, gefilmt wird unter anderem in verschiedenen Ausbildungsbetrieben des Landkreises Fulda.

Die genaue Geschichte wollen die Wigbertschüler noch nicht preisgeben, so viel sei aber verraten: Es geht um Jugendliche, die nicht wissen, wie sie das Thema „Ausbildung“ angehen sollen und die dann wertvolle Tipps und Informationen erhalten. Die Botschaft: Junge Leute sollen nicht nur meckern, sondern sich ausführlich über verschiedene Berufe informieren.

Viele Stunden arbeiten die Elftklässler an ihrem Projekt, und auch wenn die ein oder andere Szene wieder und wieder gedreht werden muss, verlieren sie nie den Spaß und ihr Engagement. Und so ist bald Sequenz für Sequenz im Kasten. Das achtseitige Drehbuch wurde im Vorfeld verfasst, Schnitt und Bearbeitung folgen nach dem Dreh. Da ist es von Vorteil, dass der Vater einer Schülerin bei der Fuldaer Filmproduktionsfirma Mecom beschäftigt ist.

Um den großen Aufwand bestmöglich zu organisieren, haben sich die 18 jungen Leute in Gruppen aufgeteilt und verfügen so unter anderem über eine Requisite, ein Regie- und ein Technikteam. „Ich glaube, wir machen das ziemlich professionell und haben gute Chancen, mit unserem Film weit nach vorne zu kommen“, vermutet Laura Stadtmüller.

Dabei schläft auch die Konkurrenz nicht: Mehr als 60 Schulen aus Hessen haben sich zur dritten Auflage des Wettbewerbs angemeldet, darunter ist auch die Hünfelder Konrad-Zuse-Schule. Den besten Jungfilmern winken Preisgelder von über 11 000 Euro sowie die Ausstrahlung ihrer Filme im hr-Fernsehen.

Was mit dem Geld im Falle eines Gewinns passiert, darüber spekulieren die Jugendlichen noch. Eine Klassenfahrt wäre aber cool, da sind sich die Elftklässler einig. Bis Anfang April schneiden die Hünfelder Schüler das Material noch eifrig, dann ist Abgabeschluss. Entstehen darf ein maximal sieben Minuten langer Film. Die Preisverleihung findet Mitte Mai im Frankfurter Funkhaus statt.

Von unserer Mitarbeiterin
Marie-Theres Schindler



Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden