Wigbertschüler lernen polnisch für Austausch
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Hünfeld
Rund 20 Schüler der Wigbertschule fahren für eine Woche zum Schüleraustausch in die Hünfelder Partnergemeinde Proskau. Um sich mit ihren Gastfamilien unterhalten zu können, haben sie jetzt einen Polnischkurs absolviert.
In zwei Reihen sitzen die Jungen und Mädchen im Raum 219 der Wigbertschule und bemühen sich, die polnischen Sätze, die Mariola Kubiak ihnen vorspricht, möglichst fehlerfrei zu wiederholen. „Das ist schwieriger als ein deutscher Zungenbrecher“, stöhnt der 15-jährige Kevin Wiegand.
Die Schüler, die am Donnerstag nach Polen fahren, haben sich gewünscht, vorher wenigstens ein bisschen polnisch zu lernen. „Wenn die Französischklassen nach Landerneau fahren, können sie ja auch französisch. Aber wir können auf polnisch nicht mal Hallo sagen“, erklärt Franz Golbach (15).
Das wollen die Jugendlichen mit dem Polnisch-Kurzkurs ändern – aus Respekt gegenüber ihren Gastfamilien, aber auch, um im Zweifelsfall mal nach dem Weg fragen zu können. Stefanie Herrmann und Vera Zimmermann, die beiden Lehrerinnen, die in diesem Jahr die Schüler nach Proskau begleiten werden, sind vom Engagement ihrer Schützlinge begeistert: „Wir gehen immer so selbstverständlich davon aus, dass die polnischen Schüler deutsch oder englisch können. Wir freuen uns, dass unsere jetzt von sich aus polnisch lernen wollen.“
Auch Mariola Kubiak vom Partnerschaftsverein Hünfeld freut sich über den Einsatz der Jugendlichen. Als die Lehrerinnen sich mit dem Plan der Schüler an sie wandten, hat sie sofort zugesagt, den Kurs zu leiten. „Ich finde es auch ganz toll, dass die Schüler mit dem Zug nach Proskau fahren. Da lernen sie Land und Leute viel besser kennen, als in einem Bus auf der Autobahn“, erklärt sie.
Den Austausch mit der Partnergemeinde Proskau organisieren Lehrer der Wigbertschule seit einigen Jahren auf freiwilliger Basis für Schüler der neunten Klassen.
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