Zweiter Solarpark Burghauns am Netz
ag
Gruben
Der zweite Burghauner Bürgersolarpark im Gewerbegebiet in Gruben ist am Netz. Dort fangen künftig auf einer Fläche von knapp 8000 Quadratmetern 1224 Module den Jahresbedarf an Strom für 82 Vier-Personen-Haushalte ein.
Simon Sauerbier, Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Energie-Genossenschaft Burghaun, sagte gestern bei der Inbetriebnahme, „menscheln“ habe diese Anlage möglich gemacht: Viele Personen hätten an den unterschiedlichsten Stellen alles für die Verwirklichung getan. Die geplante Kürzung der Solarförderung habe dem Vorhaben fast den Garaus gemacht: Doch Dank der „brandaktuellen“ Informationen, die der Fuldaer CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand aus Berlin geliefert habe, habe man schnell und gut informiert handeln können. Dadurch habe man fallende Preise mitnehmen und in der Warteschlange weit vorne landen können.
Verdient gemacht hätten sich auch die heimischen Raiffeisenbanken, die ÜWAG oder Ämter und Behörden sowie die Verpächter. In diesem Fall sind es die Gebrüder Heil von der Firma Navona in Hünfeld. „Trotzdem: Wir sind ein Wagnis eingegangen. Und das Wagnis ist gelungen“, freute sich Sauerbier. Michael Brand sagte, dass die Frist für die Förderkürzung um vier Wochen verlängert worden sei, sei für dieses Projekt entscheidend gewesen. Er zeigte sich überzeugt, dass die Energiewende gelingen kann, wenn sie wie in Burghaun vor Ort angepackt wird. Bürgermeister Alexander Hohmann (SPD) erklärte, mit der Genossenschaft habe man den Beweis angetreten, dass das Bürgerbeteiligungsmodell funktionieren kann. Über die Zusammenarbeit mit Michael Brand sagte er: „Einen so positiven Kontakt hatte ich nicht so erwartet und gekannt. Er hat uns wichtige Infos in kürzester Zeit geliefert.“
Zehn Monate nach ihrer Gründung weist die Energiegenossenschaft eine Bilanzsumme von 1,6 Millionen Euro aus. Davon sind 1,4 Millionen Euro im Anlagenbestand und 165 000 Euro über Genossenschaftsanteile an 151 Mitglieder verteilt, sagte Simon Sauerbier. Dafür bietet die Genossenschaft eine Festzinsgarantie von 3,5 Prozent. Dieser Zins kann bis auf sieben Prozent steigen. Sauerbier freute sich, dass Burghaun schon jetzt das Eckwertepapier der Bundesregierung erfülle, das fordere, bis 2020 35 Prozent des Bruttostromverbrauchs regenerativ zu erzeugen.
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