„Feiertier“ Urbach stellt sich vor
Von Walter Kreuzer
Schlüchtern
Mit der offiziellen Vorstellung des neuen Kalte-Markt-Präsidenten Björn Urbach beim Magistrat gestern Abend im Rathaus hat auch für die Stadtoberen die heiße Phase des Heimatfestes begonnen.
Traditionell geht es bei dieser Gelegenheit äußerst locker zu, und nicht jeder Spruch darf auf die Goldwaage gelegt werden. So mancher ernst gemeinte Hintergedanke dürfte aber unter den Aussagen dabei gewesen sein. So warnte Harald Köpf, Vorsitzender des Motorsportclubs (MSC) Schlüchtern, der anlässlich seines 60. Gründungsjahres Sportwart Björn Urbach für das höchste nichtpolitische Amt in der Bergwinkelstadt vorgeschlagen hat: „Björn ist ein Feiertier. Da können sich einige warm anziehen. Das wird heftig.“
Lob für Jens Schilling
Seine Mahnung dürfte die wenigsten der Anwesenden erschrocken haben. Schließlich hatten sich „die üblichen Verdächtigen“ versammelt, wie es Jörn Hagemann, der Präsident des Präsidentenclubs ausdrückte. Und Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) stellte fest, dass die meisten Herrschaften auch in den vergangenen Jahren bei der offiziellen Vorstellung des neuen Kalte-Markt-Präsidenten zugegen gewesen seien. „Wenn man älter und gebrechlicher wird, vergeht die Zeit schneller. Mir kommt es so vor, als hätten wir Jens Schilling erst vor einer Woche eingeführt“, ließ sich der Rathauschef vernehmen und lobte den Präsidenten: „Er hat trotz seiner beruflichen Verpflichtungen und seiner Vereinstätigkeiten ein strammes Programm absolviert und die Stadt gut repräsentiert.“ Nur bei der Residenzmahlzeit anlässlich des Katharinenmarktes in Steinau habe Schilling nicht anwesend sein können. Fritzsch augenzwinkernd: „Da gab es keine Haxen. Eigentlich muss man da nicht mehr hingehen.“ Zu Schillings Nachfolger Björn Urbach, von Beruf Rettungsassistent, erklärte der Rathauschef unter Anspielung auf seine Knieverletzung, die er sich bei einem Sturz zugezogen hat: „Mich hast du damals nicht geholt. Aber was nicht ist, kann noch werden.“
Bevor der so angesprochene etwas erwidern konnte, ergriff Schilling das Wort, sprach von großem Spaß, den er mit seinem Amt gehabt habe. Er hoffe, dass er „die Kritiker überzeugen konnte, die dachten, jemand, der nicht so bekannt sei, könne das Amt nicht ausfüllen“. Dass er dies geschafft hat, wurde Schilling mehrfach bestätigt. Sein Nachfolger zeigte sich „erfreut und stolz, dass ich einstimmig gewählt wurde. Ich freue mich auf den Kalten Markt.“
Jörn Hagemann, lobte den scheidenden Repräsentanten in hellen Tönen, sagte Glühweinwetter für das Fest voraus und unterstrich, dass Urbach als 62. Präsident in die Fußstapfen seiner Vorgänger treten werde. Da hatte Peter Triebensky als Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft der Vereine wenig hinzuzufügen. Hier nur soviel: „Jens bleibt uns erhalten. Er wird in den nächsten Jahren bei der Aktionsgemeinschaft mitarbeiten.“
Leser-Kommentare ( 1 )
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Occupy (366) | 26. October 2012;26.10.2012;1351241891 --> 26 Oktober 2012
Was um Gottes Willen...
...mag ein "Feiertier" sein: „Da können sich einige warm anziehen. Das wird heftig.“ Mir schwant, so jemandem geht man besser weiträumig aus dem Weg: Wer nicht bis zum Anschlag und zur Besinnungslosigkeit "tierisch" mitfeiert, wird ausgegrenzt und lächerlich gemacht. Es lebe die gnadenlose Spaßgesellschaft!








