„Vorschlag ist weder neu noch zielführend“
KN
Salmünster
Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtparlament von Bad Soden-Salmünster, Dr. Frank Kleespies, hat auf den Leserbrief von Werner Auhl reagiert, der in unserer Print-Ausgabe am Dienstag erschienen ist.
Der Sozialdemokrat Kleespies hat einige Anmerkungen zu den Vorschlägen des Briefschreibers zu Papier gebracht, der – wenn auch teils ironisch formuliert – die Schließung der Therme zur Diskussion gestellt hat. „Über den Gedanken, den Kurbetrieb zu schließen, sollte man in der Tat mal nachgedacht haben“, stellt der SPD-Fraktionschef zunächst fest. Vor etwa zehn Jahren „haben wir das schon getan und damals ein Perspektivenkonzept für Bad Soden-Salmünster erstellt, in dem eine Option ganz nüchtern auch die Schließung des Kurbetriebes war“.
Es habe sich aber herausgestellt, so Frank Kleespies weiter, dass dies „nicht die beste Option“ für die Kurstadt gewesen sei, denn im Ergebnis hätten den Schulden des Kurbetriebs am Ende dann keinerlei Einnahmen mehr gegenübergestanden. Und dies „mal abgesehen von den nicht mehr betriebswirtschaftlich, sondern nur quasi volkswirtschaftlich fassbaren Konsequenzen des Verlustes von vielen Arbeitsplätzen hier am Ort“, unterstreicht Frank Kleespies .
Vor diesem Hintergrund sei diese Option letztlich aus dem Bereich des Möglichen ausgeschieden. Als günstiger habe sich damals dargestellt, den Kurbetrieb durch verschiedene Maßnahmen wie die Renovierung der Spessart-Therme, die Errichtung der Saunalandschaft und der Totes-Meer-Salzgrotte wirtschaftlich so weit wie möglich zu sanieren. Im Ergebnis dieser Anstrengungen würden heute die noch entstehenden Verluste des Kurbetriebes, deren Größenordnung „Sie recht zutreffend einschätzen, durch den sogenannten Bäderpfennig ausgeglichen. Das heißt, unter Einbeziehung dieser kurortspezifischen Förderung der Stadt Bad Soden-Salmünster durch das Land Hessen schreibt der Kurbetrieb heute eine Null“, stellt der Fraktionsvorsitzende der SPD heraus.
Werner Auhl lässt Frank Kleespies wissen: „Ihre Idee ist also nicht neu, noch zielführend. Ich finde es aber gut, dass Sie solche Überlegungen vorbehaltlos anstellen.“
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