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26. Juni 2012



Absolventen der Hans-Elm-Schule während Feierstunde verabschiedet

Von Walter Dörr

Altengronau
Beeindruckende Ergebnisse haben die Schülerinnen und Schüler der drei Entlassklassen der Hans-Elm-Schule Altengronau erzielt. Während einer Feierstunde in der Turnhalle wurden 58 Jugendliche verabschiedet.

Kuscheln mit den Lehrern war bei der Zeugnisausgabe als emotionale Reaktion erlaubt. Viele Jahre hatte man zusammen verbracht. „Aus Kindern bei der Einschulung sind Jugendliche geworden“, sagte Rektorin Susanne Glück. Geduld und Nerven hätten die Lehrer gehabt, und die Schüler hätten ausgezeichnete Leistungen gezeigt.
Dass sich seine Mitschüler mächtig rausgeputzt hätten, stellte Dennis Ankert von der Schülervertretung fest.

Kurz fassen wolle er sich – und rollte mehrere Meter Redemanuskript aus. Er beschränkte sich dann doch, denn Romane würden die Klassenlehrer noch erzählen. Für das Leben wünschte Ankert alles Gute. Fördervereinsvorsitzende Daniela Muth war als „betroffene Mutter“ mächtig aufgeregt. Als nette, unkomplizierte Menschen habe sie die Entlassschüler in Erinnerung, die sie in der Mensa gerne bekocht habe. „Ihr könnt stolz auf euch sein“, sagte Muth. „Alles Gute, und dass viele Träume in Erfüllung gehen.“

Auf zu neuen Ufern, so beschrieb für den Elternbeirat Elke Kirschner die Situation. In der HES seien die Grundlagen für das spätere Leben gelegt worden. Man solle weiter neugierig sein und die Zukunft in die Hand nehmen.
Den Anlass verglich Klassenlehrerin Agnes Mölter mit der Fußball-Europameisterschaft: In den Gruppenspielen habe man sich bewährt und für die nächste Runde qualifiziert. Jeden Schüler charakterisierte die Klassenlehrerin, von Tierexpertin, geborener Händler, Spezialist für kniffelige Fragen bis zum und „Chief Assistent“ des Lehrers. Dass sie einiges gelernt hätten, bescheinigten Schüler und dankten der Schulleiterin, dass „sie noch am Leben seien“.

Klassenlehrer Reinhold Baier sah in den Gesichtern seiner 10 aR Freude aber auch Skepsis, Zweifel und Wehmut. Er wünschte den Abgängern Glück und, dass nicht das „mein Haus, mein Auto, mein Boot“-Denken zu ihrem Ideal werde. Ihre Schulzeit bezeichneten die Schüler als „eine super Spielzeit, auch mit gelben Karten“, an deren Ende alle das Finale erreicht hätten.

Er habe ein Feld mit Frucht und Früchtchen beackert, beschrieb Ingo van Ophuysen seine Zeit mit der Klasse 10 bR. Wie Erwachsene könne man auf Augenhöhe miteinander reden. Gutes Benehmen habe sich während der Abschlussfahrt und der obligatorischen Streichen gezeigt.

Stefanie Steiner erinnerte sich, dass die zehnte Klasse immer meilenweit entfernt gewesen, und der Abschluss plötzlich ganz normal sei. Fünf tolle Jahre seien dazwischen gewesen. Mit einer Powerpoint-Präsentation zeigte die Klasse die Höhepunkte.
Die Jahrgangsbesten Thomas Burt, Sophia Auth und Kristin Kreß wurden mit Präsenten des Fördervereins ausgezeichnet. Schulleiterin Glück zeigte sich beeindruckt davon, dass 80 Prozent der Haupt- und Realschüler den in diesem Jahr erstmals möglichen qualifizierten Abschluss erreichten. Alle Wünsche seien nicht in Erfüllung gegangen, vermutete sie, und jener der H 9, dass die Rektorin bei der Abschlussfeier singen solle, werde es auch nicht tun. Stattdessen bediente sie sich des Liedtextes der Toten Hosen „An Tagen wie diesen“, der die Gefühle beschreibe. Sie wünschte allen Unendlichkeit und verabschiedete sie mit einem „Macht’s gut“.

Die Verabschiedungsfeier, vor der ein Gottesdienst mit Pfarrer Wolfgang Bromme stattfand, wurde von der Schul-Big-Band unter Leitung von Julia Ballin umrahmt.


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