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10. Juli 2012



Anwohner wollen Namen der Spessartstraße behalten

Von Fritz Christ

SEIDENROTH
Die Spessartstraße war sowohl hinsichtlich des vorgesehenen Ausbaus als auch einer möglichen Umbenennung herausragendes Thema der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Seidenroth.

Die Gemüter in Seidenroth waren erhitzt. Selten hat eine Ortsbeiratssitzung so viele interessierte Zuhörer, was auf den Hintergrund zurückzuführen ist, dass die Probleme rund um die Spessartstraße auf der Tagesordnung standen.
Im Zuge der Umbenennung doppelter Straßennamen in der Gesamtstadt steht auch die Spessartstraße in Seidenroth zur Disposition. „Wir haben mit der Rhönstraße und der Schulstraße schon zwei Namen abgegeben, die Spessartstraße wollen wir jedoch behalten“, brachte Ortsvorsteherin Schultheis die übereinstimmende Meinung der Ortsbeiratsmitglieder zum Ausdruck. Auch die anwesenden Anwohner sprachen sich in einer Unterschriftenaktion einstimmig für den Erhalt des Straßennamens aus.

Im Gegensatz zur Innenstadt habe die Spessartstraße in Seidenroth einen unmittelbaren geografischen Bezug zum Spessart, wurde argumentiert. „Unsere Straße führt direkt in den Spessart“, hieß es. Zudem gebe es in Seidenroth nicht weniger Hausnummern als in der Innenstadt-Spessartstraße. Nicht einverstanden zeigten sich die Ortsbeiratsmitglieder mit einer Aussage des Innenstadt-Gremiums hinsichtlich einer mangelnden Koordination. „Der Innenstadt-Ortsvorsteher hat keinen Kontakt zu mir aufgenommen“, erklärte Schultheis. Sie wolle dies jetzt tun und betont zugleich: „Wir kämpfen um den Erhalt unserer Spessartstraße.“

Versammlung für die Anlieger

Neben einer möglichen Umbenennung war auch die Sanierung der Seidenrother Spessartstraße Thema. Die Straße ist schon seit langer Zeit in einem desolaten Zustand. Wie die Ortsvorsteherin berichtete, habe sich 2011 nach einer Anliegerversammlung, in welcher von städtischer Seite die Planung vorgestellt worden war, eine „Interessengemeinschaft Spessartstraße, Bergweg, Friedhofstraße“ gebildet. Insbesondere wehrt diese sich gegen Anliegergebühren von 90 Prozent. Zudem könne man auf Gehwege, welche ein Drittel der Baukosten ausmachten, verzichten.

Wie Schultheis berichtete, habe sie von der Stadt erfahren, dass die Ausschreibung laufe. Danach sollen während einer Anliegerversammlung neue Pläne vorgelegt werden. Möglich sei, dass die Anliegerkosten auf 75 Prozent gesenkt würden. „Wir wollen keine Winterbaustelle“, machten die Anlieger deutlich.
Zur Sprache kam auch die Neugestaltung des Dorfplatzes. Schultheis würdigte die gute Zusammenarbeit der Helfer mit dem städtischen Bauhof und dankte allen. Weitere Arbeiten wie die Sanierung der Bushaltestelle sollen folgen. Eine Gefahrenquelle sei die Hauptstraße, um deren mögliche Umbenennung es auch noch gehen werde. Der Ortsbeirat regte eine Geschwindigkeitsreduzierung an.


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