Drogenhandel im Grenzgebiet
SCHLÜCHTERN/ZEITLOFS Polizeibeamte aus Hessen und Bayern haben im Grenzgebiet der beiden Bundesländer einen Rauschgiftring ausgehoben.
Laut Polizeibericht sind bayerische Polizisten den Dealern schon am Donnerstagabend bei einer Autokontrolle in Zeitlofs auf die Spur gekommen. Die Insassen eines Autos hatten Marihuana dabei und gaben an, es in einer nahegelegenen Gartenlaube verkauft zu haben. Die Beamten gingen der Spur nach und trafen in dem genannten Häuschen auf mehrere Personen. Schnell zeigte sich, dass eine 25-Jährige und ihr 28-jähriger Begleiter die mutmaßlichen Gras-Dealer waren. Da beide in Schlüchtern wohnen, schalteten die Bayern ihre hessischen Kollegen ein.
Die Schlüchterner Polizei überprüfte die beiden Wohnungen – und wurde fündig. Während in der Wohnung des Mannes „nur“ 100 Gramm Marihuana und etwa 4000 Euro sichergestellt werden konnten, fanden die Beamten bei der Frau eine fachmännisch betriebene, hochwertige Indoor-Zuchtanlage für Cannabis-Pflanzen. Die letzte Aufzucht, etwa 35 Gewächse, war bereits abgeerntet und verarbeitet – 400 Gramm Gras hatten die Dealer gewonnen. Außerdem befand sich eine größere Menge eines weißesn Pulvera in der Wohnung, das sofort den Argwohn der Beamten auf sich zog und jetzt in der Kriminaltechnik untersucht wird.
Da die ganze Sache im Freistaat Bayern ihren Ursprung hatte, wurde das Pärchen dem dortigen Ermittlungsrichter in Bad Brückenau vorgeführt, der die Schlüchterner Einwohner aber auf freiem Fuß beließ. Die beiden müssen sich jetzt allerdings einem Verfahren wegen des Verdachts auf Drogenhandel stellen.
tk
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