Besucher begeistert vom Jahreskonzert des Musikvereins Cäcilia
Bad Soden
Die Freude am Musizieren stand beim Jahreskonzert des Musikvereins Cäcilia Bad Soden im Blickpunkt. Mit Dirigent Jaroslaw Zakoucky bescherte das Orchester dem Publikum im Konzertsaal in Bad Soden einen stimmungsvollen Abend.
Bewusst ohne Motto, aber mit einem Querschnitt aus sinfonischer, konzertanter und traditioneller Blasmusik im Gepäck, trat der Verein im voll besetzten Konzertsaal der Spessart-Therme auf. „Wir haben vor, ein Feuerwerk abzubrennen und der Brandmeister steht schon hinter dem Vorhang“, sagte Vereinssprecher Norbert Rieger und hieß zunächst eine Reihe von Ehrengästen willkommen.
Als „Brandmeister“ bezeichnete Rieger den Dirigenten Jaroslaw Zakoucky, der zwei wichtige Stücke an den Beginn des Programms gesetzt hatte. Stamm- und Jugendorchester eröffneten mit „Norway Impressions“ von Alfred Bösendorfer, das sie als Pflichtstück beim Wertungsspielen am 2. Mai in Meerholz aufführen werden. Schwermütige Klänge, aber auch „freudig hüpfendes Stakkato“, produzierten Bilder des skandinavischen Landes vor dem geistigen Auge. Auch an „Zoot Suit Riot“ von den Cherry Poppin’ Daddies arrangiert von John Moss, das die Cäcilia als Wahlstück bei dem Wettbewerb darbietet, hatte das Publikum viel Freude. Vor allem das eigens eingebaute und von Norbert Rieger gespielte Schlagzeug-Solo rief Beifallsstürme hervor.
Abzeichen überreicht
Im „The cream of Clapton“, arrangiert von Ron Sebregts, begeisterte Harald Wolf mit seinem Solo auf dem Sopransaxofon und bei dem Medley „Comedian Harmonists in concert“, arrangiert von Vlad Kabec, blieb keine Hand ruhig. Melodien wie „Der kleine grüne Kaktus“, „Ein Freund, ein guter Freund“ und andere Stücke dieser legendären Gruppe gingen so richtig ins Herz und in die Hände.
Das Publikum erlebte aber auch die Auszeichnung von jungen Musikerinnen und Musikern, die das Leistungsabzeichen D1 und D2 erworben haben. Vorsitzender Sebastian Aull und der Leiter des Jugendorchesters Andreas Jäger überreichten die Abzeichen an sechs Jugendliche (zwei weitere waren verhindert). Im zweiten Teil des von Stefan Zengerle moderierten Konzertes ließ das Stammorchester mit Werken wie dem „Radetzky Marsch“, „Black Bottom“, dem Gesellschaftstanz der 1920er Jahre (arrangiert von Harald Kullmann), „Udo Jürgens live“, „Das Feuer brennt weiter“ arrangiert von Ernst Hutterer oder „Böhmischer Traum“ (Norbert Gälle) populäre Blasmusik hören. Mit langanhaltendem Applaus im Stehen, Zugabewünschen und dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“ als „ultimativer Rausschmeißer“ (so Rieger) wurde ein sehr beachtenswertes Konzert beendet.
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