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19. Februar 2012



Bunter Fastnachtsumzug mit etwa 55 Gruppen und Wagen in Freiensteinau

Von Dieter Schneider

Freiensteinau
Ob der Ehrenpräsident des Karnevalvereins Kikiriki, Alois Schuster, bei Petrus ein gutes Wort eingelegt hat, ist nicht bewiesen. Die Narren im Blauen Eck jedenfalls profitierten vom teils herrlichen Sonnenschein beim diesjährigen Fastnachtsumzug in Freiensteinau.

Mit zirka 55 Gruppen war der Jubiläumsumzug des KV Kikiriki zwar nicht der größte in der 111-jährigen Vereinsgeschichte, wohl aber einer der farbenprächtigsten und der Höhepunkt des diesjährigen Straßenfaschings. Denn nicht nur die Narren auf dem Wagen hatten sich vorzüglich kostümiert, auch die jubelnden Fastnachter, die dicht an dicht am Straßenrand standen, glänzten in fantasievollen bunten Kleidern.

Nur eine Handvoll politische Themen präsentierte der Zug, wobei die Affäre um Ex-Bundespräsident Christian Wulff die Narren im Blauen Eck schon berührte. So entführte der Club 13 Bannerod in den Märchenwald Deutschland und erzählte von den Guttenbergschen Märchen und fragte: „Wer hat Angst vorm bösen Wulff?“ Die Tischgeländerdancer aus Grebenhain klagten: „Klauen die Panzerknacker nur das Geld, versaut sich unser Bundespräsident die ganze Welt.“
Das Rathaus Ober-Moos präsentierte die Jugend aus dem Freiensteinauer Vorort und erinnerte an die gewonnene Bürgermeisterwahl von Edwin Schneider in Ulrichstein.

„Himmlisch gut und teuflisch schön“

„Is der Euro auch am Flieche – der TSV lässt sich net unner grieche!“ – die Faschingsgesellschaft aus Grebenhain gratulierte auf ihre Weise zum 111-Jahre-Jubiläum. So auch die Damenfußballerinnen der SG Freiensteinau, die für den Jubelverein den Tisch festlich gedeckt hatten. An den irischen St.-Patricks-Day erinnerte die Narrengruppe vom SV Hochland Fischborn. Auf Liebe und Frieden hofften die Jugendlichen aus Radmühl mit ihrem Woodstock-Hippi-Wagen.

Bis zum Schluss will der Faschingsverein aus Eschenrod feiern, wenn am 31. Dezember die Zeitrechnung der Majas endet. Mit ihren Prinzenwagen gratulierten und grüßten die Narren aus Fleschenbach, Grebenhain, Ilbeshausen, Steigertal, Hintersteinau und Angersbach. An das Ende der Grundschule erinnerte die Jugendgruppe aus Uerzell, während das Männerballett „Söhne Angersbach“ sich sonnigere Zeiten mit Baywatch wünschte. „Himmlisch gut und teuflisch schön“ war das Motto der Salzer Landfrauen; die Damen- und Ski-Gymnastikgruppe der SG Freiensteinau erinnerte unterdessen in wunderschönen Kostümen an die Zeit des Rokoko.

Für den Absperrdienst war die Feuerwehr Freiensteinau zuständig, für die Erste Hilfe das Deutsche Rote Kreuz Nieder-Moos. Die Zugleitung lag in den Händen von Volker Karl, Jens Pöhlig, Simon Fehl, Timo Greulich, Nick Jöckel, Mathias Rausch, Benjamin Karl, Christian Bien, Marcel Karl, Sven Greulich, Jens Höbeler, Andreas Höbeler und Heinrich Hofmann. Die Moderation übernahmen Reinhold Merz und Torben Schaaf. Nun muss der Wettergott nur noch beim Sommerumzug am 2. September während des Vogelsberger Narrentreffens, das der KV Kikiriki mit seinem Jubiläumsfest verbindet, ein paar sonnige Tage bescheren.



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