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7. Juni 2011



Burgruine bleibt gesperrt

Walter Dörr

Ramholz
Das Geld fehlt für die endgültige Sanierung der baufällig gewordenen Burgruine Steckelberg, so dass sie weiter für Besucher gesperrt bleiben muss.

Bis auf weiteres geschlossen bleibt die Burgruine Steckelberg. Die ehrwürdigen Mauern, in denen einst am 21. April 1488 der Ritter und Humanist Ulrich von Hutten das Licht der Welt erblickte, müssen weiter saniert werden.

Bereits im Jahr 2004 war die eingefallene Ostwand sehr aufwändig wieder aufgebaut worden. Im Februar des Jahres 2008 stürzte dann die äußere Nordwand ein, und 250 Tonnen Bruchstein mussten auch hier in mühevoller Handarbeit durch Mitarbeiter des Alzenauer Unternehmens für Bauwerksicherung und Sanierung RIBA bis September des vergangenen Jahres aufgemauert werden (wir berichteten).

Wer dachte, dass damit die Burg wieder für die Besucher freigegeben werden könnte, wurde enttäuscht. RIBA-Geschäftsführer Dr. Hans-Albrecht Riek stellte schließlich fest, dass es bei der ebenfalls maroden Südwand „fünf Minuten vor zwölf“ sei.
In Abstimmung mit dem Hessischen Landesamt für Denkmalpflege verständigte man sich darauf, dem bevorstehenden Einsturz mit einem Netzwerk von Vernadelung und Injektagen zuvorzukommen. Der fünfstellige Finanzrahmen (nach 90.000 Euro für die Ostmauer und 154.000 Euro für die Nordwand) reicht aber nur für etwa die Hälfte der Südwand.

Wie die Kinzigtal Nachrichten erfuhren, sind die RIBA-Arbeiter zurzeit noch mit dem dritten Bauabschnitt an der Stummschen Gruft (Aufbau der unteren Mauer) beschäftigt. Nach Pfingsten werden sie dann umziehen, um in der nahe gelegenen Burgruine Steckelberg die restliche Südwand zu sichern.

Dass die Burg ein Fass ohne Boden ist, zeigt, dass auch in der Westwand (Eingangsbereich, ehemaliger Geschützturm, der den Besuchern als Aussichtsplattform diente) erhebliche Mauerteile unstabil sind und akuter Handlungsbedarf besteht. Im Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, Professor Dr. Gerd Weiß, und dem leitenden Regierungsdirektor Jan Nikolaus Viebrock hat die Steckelburg verständnisvolle Förderer.

Die weitere Sanierung, die rund 350.000 Euro kosten wird, soll auch noch mit Hilfe der Denkmalfachbehörde ermöglicht werden. Jedoch sind die zur Verfügung stehenden Mittel zu knapp, die Maßnahme direkt angehen zu können. Wenn jedoch noch Jahre ins Land ziehen, könnte es für die Steckelburg-Mauer unter Umständen jedoch zu spät sein.



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