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7. Mai 2012



Chorgesang zum Auftakt des Kultursommers im Zelt

Von Hanswerner Kruse

Schlüchtern
A-capella-Gesänge kleiner Vokalgruppen des GrimmMischChores aus Steinau waren der Auftakt, gleichsam die Ouvertüre, für den Kultursommer im voll besetzten Kuki-Zelt.

„Das ist heute die ChorVertüre für den Kultursommer!“ Mit diesem Wortspiel begrüßten die Sprecherinnen des für den Kultursommer vereinigten Kukis und KulturWerks ihr Publikum. Der Regen trommelte auf das Dach des roten Zirkuszeltes und schuf die Begleitmusik bei einigen der leiseren Gesänge. Wieder entstand diese einzigartige und dichte Clubatmosphäre im Zelt, die schon im Vorjahr viele Besucher faszinierte.

Die Frauenformation Sweet Viala begann mit einigen süßen Stücken. Aber mit den Soul-Hits „Think“ oder
„Proud Mary“ und Herbert Grönemeyers „Mambo“ brachten sie den Zeltsaal ziemlich schnell in Stimmung. Einen Engelsong der Brachialcombo Rammstein interpretierten die Sängerinnen sehr „sweet“.

Als Conférencier führte Thorsten Priemer durch den Abend, der, begeistert vom Auftritt im Zirkuszelt, jede Ansage mit einem Zirkuswitz begann. „Der kleine Junge kommt nach Hause und erzählt, der Messerwerfer im Zirkus sei langweilig gewesen, der habe nie die Frau mit seinen Messern getroffen.“

Geschlechtsgemischte Combo

Dann kam die geschlechtsgemischte Combo HeartCore. Die Formation begann zwar mit etwas unanständigen britischen Singgedichten, sogenannten Madrigalen, der frühen Neuzeit, aber ihr Name ist eher ein Wortspiel aus Herz und Kern. Vielleicht wollen sie den Kern des Herzens berühren? Mit Bob Dylans „Make you feel my love“ oder dem ergreifenden „Angel“ von Sarah McLachlan gelang ihnen das vorzüglich. Wie bei Sweet Viala übernahmen auch bei ihnen eine oder mehrere Solistinnen die Hauptstimme, während die anderen sie begleiteten. Chorleiter Peter Grimm hatte das Konzert so zusammengestellt, dass fast alle Sängerinnen und Sänger mal für sich zu hören waren.

Die kleine Männergruppe Viala ist schon am Längsten zusammen und gilt auch innerhalb der Steinauer Chorszene als professionellste Vereinigung. Deren Sänger beziehen sich äußerst sicher aufeinander, und Leiter Grimm singt ebenfalls mit. Auch sie intonierten Freches wie „Mein Hund ist schwul“ von den Prinzen oder das ergreifende „The Rose“ von Bette Midler mit Conférencier Priemer als Solisten. Der dankte den Veranstaltern KulturWerk und Kuki für deren Zusammenarbeit und die Gelegenheit, den beiden Kulturbereichen die dritte des Chorgesangs hinzuzufügen.


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