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1. Oktober 2012



Der Bergwinkel von seiner besten Seite

Von Tanja Köhler

Schlüchtern
Der mittlerweile 10. Bergwinkelmarkt fand in diesem Jahr in Schlüchtern statt und wurde von Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) am Sonntagvormittag eröffnet.

Nachdem sich der Nebel am Morgen verzogen hatte und die Sonne hervorkam, sei ihm klar gewesen, dass dieser Sonntag genau das richtige Wetter für den Bergwinkelmarkt bringen würde, sagte Fritzsch. Als der Bergwinkelmarkt vor zehn Jahren von Barbara Fiselius ins Leben gerufen wurde, war man sich nicht sicher, ob angesichts der vielen Märkte im Umkreis sich der Bergwinkelmarkt, der jedes Jahr in einer anderen Gemeinde präsentiert wird, etablieren wird. Er habe sich etabliert, stellte Fritzsch fest. „Der Bergwinkelmarkt lebt, er ist kein Auslaufmodell.“ Die Organisation lag dieses Mal in den Händen des Umweltbeauftragen der Stadt Schlüchtern, Walter Schinzel.

Zahlreiche Aussteller

Unter dem Motto „Früchte des Bergwinkels“ zeigten die vier S-Gemeinden Steinau, Sinntal, Schlüchtern und Bad Soden-Salmünster ein vielfältiges Angebot, welches von heimischen Früchten und deren Verarbeitung über Handwerk bis hin zu Musik und Tanz reichte. Zur Einstimmung spielte die „Route 66“, eine Unterabteilung der Schlüchterner Stadtkapelle, bekannte Ohrwürmer. Durch das Programm führte Herbert Schirmer.

Einen Früchte-Reigen der besonderen Art präsentierten die kleinen Künstler des Kindergartens Weitzelstraße. In den Orient entführten die Tänzerinnen der Bauchtanzgruppe „Tribe Jawahir“. Die grazilen Bewegungen und die wunderschönen Kostüme kamen so gut an, dass die Tänzerinnen ohne eine Zugabe die Bühne nicht verlassen durften. Inzwischen waren auch die Bürgermeister der Partnergemeinden, Walter Strauch (SPD, Steinau), Carsten Ullrich (SPD, Sinntal) und Lothar Büttner (parteilos, Bad Soden - Salmünster) sowie der Kreisbeigeordnete Matthias Zach (Die Grünen) eingetroffen, um ihre Grußworte zu entrichten. Zach dankte den vier S-Gemeinden für ihr Engagement und überbrachte die Grüße des Landrates.

Bürgermeister Büttner ging kurz auf die Windkraftanlagen ein, die zur Produktion im Bergwinkel genauso dazu gehörten wie alle anderen Produkte. Walter Strauch erinnert in seinen Grußworten an die Steinauer Puppenspieltage. Er dankte Barbara Friselius dafür, dass sie vor zehn Jahren den Bergwinkelmarkt „erfunden“ habe. Für Initiativen wie diese brauche man nicht nur Ideen, sondern auch viel Herzblut, betonte Sinntals Rathauschef Ullrich. Beim gemeinsamen Rundgang überzeugten sich die Ehrengäste vom vielfältigen Angebot, sprachen mit den Ausstellern und ließen sich die einzelnen Handwerkszweige erklären.

Masken, Tanz und Musik

Für Kurzweil sorgte währenddessen das Wiener Maskentheater. Da konnte es auch schon einmal passieren, dass mit den Schwellköpfen ein kleines Tänzchen auf die Pflastersteine gelegt wu rde. Im Museum duftete es nach frischen Kräutern, die von Helga Link angeboten wurden. Für alle Märchenfans gab es in der ersten Etage Geschichten, vorgelesen von Marielle Sylwasschy. Auch eine Bilderausstellung des Malers Karl Leipold zog viele Besucher an. Während sich die Erwachsenen der Kunst hingaben, konnten die Kleinen das „Lummerland“ besuchen. Hier dampfte die Lok Emma vor sich hin. Den Abschluss im Museum bildete der Gitarrist Oliver Jäger mit seinen Reiseerinnerungen an ferne Länder.

Vor und in der Stadthalle selbst herrschte bis in die Abendstunden reger Betrieb. Während die einen sich auf den Auftritt des Ballettsaals Monica Opsahl freuten, warteten die nächsten schon auf Dixieland-Musik. Besonders viel Spaß für die Kinder gab es beim Kunterbunten Kinderzelt. Die schönsten gemalten Drachen von Kindern konnten bewundert werden, Handarbeiten bestaunt, und die kulinarischen Köstlichkeiten fanden reißenden Absatz. So war es kein Wunder, dass viele Besucher staunten, was es im Bergwinkel alles gibt. Der nächste Bergwinkelmarkt findet in Steinau statt.


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