Dorftreff kostet mehr als gedacht
Von Walter Kreuzer
Schlüchtern
Das Dorfgemeinschaftshaus Kressenbach wird teurer als veranschlagt. Mit den Stimmen von SPD, FDP und Linkspartei genehmigte die Stadtverordnetenversammlung am Montagabend überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 80 000 Euro. Die Grünen-Fraktion und Teile der CDU sagten Nein.
Für den Dorftreff Kressenbach sind eine Million Euro veranschlagt. Zu diesem Dorftreff gehört auch das Feuerwehrgerätehaus. Dieses ist aber von den Mehrausgaben nicht betroffen. Die Nachricht, dass das Geld nicht reichen würde, kam für die Kommunalpolitiker aus heiterem Himmel. Schließlich muss die Verwaltung über alle Projekte im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) regelmäßig berichten. Dort sagte Stadtbaumeisterin Heike Merten im November, dass sich eine „geringe Einsparung abzeichne“. Mitte Mai informierte sie den HFA über Mehrausgaben in Höhe von 49.000 Euro, merkte aber auch an, dass der Kostenrahmen eingehalten werde.
Mit der Vorlage vom 14. Juni ruderte der Magistrat zurück. 120.000 Euro zusätzlich seien nötig. „Dem Ältestenrat gelang es nach eingehender Debatte, die Mehrkosten auf 80.000 Euro zu senken“, erklärte FDP-Chef Dr. Peter Büttner vor den Stadtverordneten. Dem Gremium, das hinter verschlossenen Türen tagt, gehören Stadtverordnetenvorsteherin Luise Meister (SPD) und die Fraktionschefs an. Der HFA verschob die Beratung der Vorlage auf Montag, um unmittelbar vor der Sitzung der Stadtverordneten gemeinsam mit dem Ältestenrat nach einer Lösung zu suchen. Das Ergebnis: Die Zahlen in der zwischenzeitlich auf 95.000 Euro Mehrkosten geänderten Vorlage wurden erneut korrigiert. Nun auf 80.000 Euro. Erreicht wurde dies durch eine Reduzierung des Ansatzes für die Lüftung von 55.000 Euro auf 23.000 Euro. Herwig Teubner (CDU): „Es ist so gut wie sicher, dass die Differenz im nächsten Haushalt auftauchen wird.“
Die Magistratsvorlage nennt drei Gründe für die Mehrausgaben. Zunächst 37.000 Euro für die Rohbauarbeiten: „Hier musste im Fundament-Bereich mehr geleistet werden, da hier alte Fundamente und Zisternen vorgefunden wurden, mit denen keiner gerechnet hatte.“ Dann ist von Maler- und Trockenbauarbeiten für 20.000 Euro die Rede. Wegen des Brandschutzes sei eine F 30-Decke notwendig. Dies sei erst ersichtlich geworden, „als die alte Deckenkonstruktion sowie die alten Tapeten entfernt wurden“. Zudem hätten die Wände großflächig gespachtelt und die Lüftungsanlage verkleidet werden müssen. Wegen dieser Lüftung gab es Streit mit der Bauaufsicht, die eine solche forderte – im Gegensatz zu der Praxis etwa bei den neuen Gemeinschaftshäusern in Hutten und Gundhelm. Der Widerspruch der Stadt wurde zurückgewiesen. Grund für die Forderung des Kreisbauamtes ist der Schallschutz. Auf diese Weise soll es unnötig werden, während Veranstaltungen die Fenster zu öffnen.
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Citybewohner (78) | 27. June 2012;27.06.2012;1340778502 --> 27 Juni 2012
Eigenleistung
Wenn ich so mitbekomme was in dem "gallischen Dörfchen" Wallroth so alles in Eigenleistung erbracht wird, dann frage ich mich wo sind hier die Kressenbacher Bürger die bereits sind mal was zu tun
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wobele (2) | 27. June 2012;27.06.2012;1340786501 --> 27 Juni 2012
Eigenleistung - Einladung
Bevor Mann/Frau sich über "faule" Kressenbacher auslässt sollten Informationen bei involvierten Personen, z. B. dem Ortsvorsteher, eingeholt werden. Die Eigenleistungen sind im geforderten Rahmen erbracht worden und werden auch noch weiter erbracht. Also: erstmal Hintergrundinformationen einholen und dann einen Kommentar schreiben. Das Vergleichen und Ausspielen zweier Schlüchterner Stadtteile die gute Beziehungen zueinander pflegen ist übrigens respektlos und zeugt von Inkompetenz!
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unbekannt (1) | 27. June 2012;27.06.2012;1340827246 --> 27 Juni 2012
Gehirn einschalten --> Nachdenken --> Reden oder Schreiben
Ich kann wobele nur Recht geben. In Bezug auf die Eigenleistung der Kressenbacher bestätigt der Kommentar von citybewohner nur die Oberflächlichkeit und die völlige Unkenntnis der Situation vor Ort des Schreibers selbst. Als Rat für zukünftige Kommentare gebe ich citybewohner ein Zitat von Franz Hengsbach (1910-91), dt. Theologe und Bischof v. Essen mit auf den Weg: "Lieber Gott, hilf mir meinen Mund zu halten, bis ich weiß, worüber ich rede!"










