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28. August 2012



Dreitägige Feier in Wallroth: Bloo beleuchtet Dorfgeschehen

Wallroth
Bei Sonne, dann auch bei kühlem Wind und Regen feierte Wallroth nach Kräften seine traditionelle Kirmes. Die Verlesung des Kirmesspruchs, in dem das Dorfgeschehen des vergangenen Jahres durchgenommen wurde, bildete den Höhepunkt der Festtage.

Die Kirmesfeier oder Kirchweih hat uralte Tradition. Schon seit fast 600 Jahren bildet die Kirche in Wallroth den Mittelpunkt des Dorfgeschehens und der menschlichen Freuden, Sorgen und Nöte.  Und seit ebenso langer Zeit steht einmal jährlich der Kirmesbaum mitten im Dorf, in diesem Jahr vor der Gastwirtschaft Druschel. 18 Blooburschen und -mädchen, zu erkennen an ihren rot karierten Halstüchern, waren die Hauptpersonen während des bunten Treibens.
Schon am Freitagabend war die Kirmes mit einer zünftigen Disco eröffnet worden.  Am Samstag wurde mit einer Open Air-Veranstaltung am Sportplatz weiter gefeiert. Sonntags wies Pfarrer Markus Heider im Kirmes-Gottesdienst auf die fast 600-jährige Kirmestradition hin. Anschließend kamen die Dorfbewohner im Gasthaus Druschel zusammen. Christian Alt verlas unter Gelächter und konzentriertem Zuhören des Publikums den diesjährigen Spruch.

Christian Alt verliest den Kirmesspruch

Dieser hatte es in sich: Auch wenn anfangs betont wurde, dass im „Durf fast wierre mo nix meh los“ sei, nahmen die bemerkenswerten Kleinigkeiten fast eine halbe Stunde in Anspruch. Aufs Korn genommen wurden beispielsweise der Lärm der „Roller-Gang“, ein neu gepflanzter Baum, das fehlende VW-Treffen, ein Hoffest, die KN-Bürger-Meisterschaften, die „Mehrzweckkneipe“, ein Hochzeitsgeschehen, der baldige Wegzug des Pfarrer-Ehepaars, ein bierseliger Ausflug nach Lohr, schlecht bestellte Felder, nachbarschaftliche Hilfe und manches mehr.

Zwischen den ausgiebig geschilderten Begebenheiten ließen alle Anwesenden unter Tusch der Kapelle die Wallröther Kirmes kräftig hochleben. Anschließend spielten die „Rhön Adler“ auf, und während die Erwachsenen gut gelaunt zusammensaßen, tobten die Kinder eifrig in der im Saal aufgebauten Hüpfburg herum,  ließen sich schminken oder mit Luftballons beschenken. Montags gab es Hähnchen vom Grill. Und erst am Dienstag wurde die Kirmes dann „begraben“. Auch wenn im „Durf fast wierre mo nix meh los“ sein soll, so hatte doch jeder Gelegenheit während der Festtage das Kirmesgeschehen je nach Geschmack zu genießen.


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