Edeka baut Markt auf Langer-Lins-Gelände
Von Steffen Reith
Schlüchtern
Gute Nachrichten für die Schlüchterner Innenstadt: Edeka will auf dem Langer-Lins-Gelände einen Einkaufsmarkt errichten. Der Mietvertrag mit den Investoren ist unterschrieben. Nun ist die Stadt am Zug.
Ausgerechnet am Valentinstag hat die Edeka-Gesellschafterversammlung in Hamburg grünes Licht erteilt: Edeka-Hessenring darf in der Schlüchterner Innenstadt (Ecke Bahnhofsstraße/Lotichiusstraße) einen 1500 bis 2000 Quadratmeter großen Einkaufsmarkt bauen. Den unterschriebenen Mietvertrag werden die Investoren Peter Jökel (Jökel Bau) und Andrea Marburger (Langer Einkaufsland) zu Beginn der Woche in den Händen halten.
Damit findet das Projekt doch noch ein gutes Ende: Nach langen Verhandlungen hatte Rewe im April des vergangenen Jahres überraschend abgesagt. Doch bereits im Mai nahm die Langer-Jökel-Gruppe mit Edeka Kontakt auf. Jetzt sind die Verträge zwischen Investoren und Mieter besiegelt. Jökel/Langer nehmen etwa vier Millionen Euro in die Hand. Nun aber ist die Stadt Schlüchtern am Zug: Edeka fordert einen städtebaulichen Vertrag. Dieser soll beinhalten, dass kein großflächiger Einzelhandel außerhalb des Stadtkerns angesiedelt werden darf. Das bedeutet: Edeka will von der Stadt eine schriftliche Zusicherung haben, dass Kaufland sich nicht auf der Grünen Wiese in Schlüchtern niederlässt.
Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) stellt klar: „Die Bebauung in der Innenstadt hat absolute Priorität.“ Außerdem sehe das Einzelhandelskonzept für das Gelände Reitstück/Landwehr keine Bebauung vor. Dieses Gebiet wird von Kaufland favorisiert.
Nach Wunsch der Investoren und des Bürgermeisters wird es nun zügig vorangehen. Die Stadtverordneten sollen Ende März die nächsten Schritte beschließen. Die Arbeiten auf dem Gelände werden schon im Sommer beginnen. „Wir freuen uns sehr, dass es mit Edeka geklappt hat“, sagt Andrea Marburger, Peter Jökel beschreibt die Verhandlungen mit Edeka als „fair, schnell und professionell“.
Bürgermeister Fritzsch spricht von einer „Initialzündung“ für Schlüchtern. Schließlich würde neben dem Einkaufsmarkt ein neues attraktives Geschäftshaus in der Obertorstraße auf dem Lins-Gelände entstehen. Und auch die Kreissparkasse denke über räumliche Veränderungen nach. Fritzsch: „Unsere Innenstadt wird nicht veröden. Und Flieden wird uns nicht den Rang ablaufen.“ Die Investoren und der Bürgermeister loben sich gegenseitig für die gute Zusammenarbeit. „Wir waren immer über den aktuellen Stand informiert“, sagt Bürgermeister Fritzsch. „Und jetzt ziehen wir das Projekt auch gemeinsam und vernünftig bis zum Ende durch.“
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loewensenf (16) | 19. February 2012;19.02.2012;1329647489 --> 19 Februar 2012
Na endlich ...
Wenn es nach BM Fritzsch gegangen wäre, hätten wir schon vor zwei Jahren einen Kaufland auf der grünen Wiese, die Innenstadt wäre verödet. Das dies jetzt anderes kommt, verdanken wir der CDU und den Grünen.
Ich wünsche den Investoren viel Glück. -
Valentin (181) | 20. February 2012;20.02.2012;1329715836 --> 20 Februar 2012
Verödet ?
Hallo, so schlimm ist es auch nicht, Fulda ist auch nicht verödet, die Kaiserwiesen sind für Fulda ein Gewinn, das sehen ein paar Fuldaer Geschäftsleute zwar anders, aber die sehen auch schwarz wenn in der gleichen Straße die Konkurrenz einen neuen Laden eröffnet
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SSW (102) | 20. February 2012;20.02.2012;1329719457 --> 20 Februar 2012
„Flieden wird uns nicht den Rang ablaufen“ ? - Ist schon längst passiert!!!
Hallo Herr Fritzsch, wo leben Sie denn, wo schauen Sie denn? Die Innenstadt von Schlüchtern ist schon längst verödet. Ein Edeka-Markt ist eine gute Sache, gibt es allerdings „Tausendfach“ in vielen kleinen Orten (an den Hauptstraßen); und Schlüchtern rühmt sich mit einer Investition von gerade mal 4 Mill. Euro! Na ja, klein – klein, einfach dörflich. Da baut Kaufland einen Verbrauchermarkt in Flieden und alles wird Gut. Der Kunde entscheidet wo, wie und wann er sein Geld ausgibt!!!









