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29. Oktober 2012



Ein großer Tag für Kressenbach

Von Fritz Christ

Kressenbach
Grund zum Feiern gab es in Kressenbach: Am Freitagabend sind das umgebaute und erweiterte Gemeinschaftshaus sowie das neue Feuerwehrhaus ihrer Bestimmung übergeben worden.

Gleich zwei Häuser sind in Kressenbach eingeweiht worden. Passend dazu sang der gemischte Chor der Chorgemeinschaft Kressenbach/Uerzell unter Leitung von Uwe Bäbler zum Auftakt der Feier „Dies ist ein großer Tag, den wir gemeinsam feiern“. Dem schloss sich auch Ortsvorsteher Reiner Wunderlich an.  Er begrüßte zur Einweihungsfeier im überfüllten neuen Gemeinschaftshaus viele Besucher  und Gäste aus der Kommunalpolitik, der Verwaltung und dem Brandschutzwesen.

Wunderlich erinnerte an die Antragstellung zur Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm und den Erhalt des Anerkennungsbescheides in 2007, worauf ein langer Planungsprozess gefolgt sei, sowie die Auseinandersetzungen im Stadtparlament und schließlich die Freigabe der Finanzmittel von über einer Million Euro in 2010. Nach vielen Sitzungen des Arbeitskreises Dorferneuerung zusammen mit dem Planungsbüro sei im Mai 2011 der erste Spatenstich erfolgt. „Jetzt haben wir zwei neue Dächer über dem Kopf“, sagte Wunderlich und dankte allen Beteiligten, besonders den rund 60 freiwilligen Helfern, die über 2000 Eigenleistungsstunden erbracht haben.

„Wir können jetzt noch wirksamere Hilfe leisten“, hob Wehrführer Heiko Kullmann in seiner Ansprache hervor. Das alte Feuerwehrhaus habe nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprochen. Deshalb sei die Feuerwehr froh über den Neubau. „Wir sind Freiwillige und wir machen die Arbeit gerne – und unser Einsatz wird immer wichtiger“, betonte Kullmann.

Gottes Segen und Schutz
 
„Heute ist nicht nur ein guter Tag für Kressenbach, sondern auch für die Gesamtstadt“, sagte Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD). Das Bauprojekt sei ein wichtiger Beitrag zum Zusammenwachsen aller Stadtteile, wo es nun nahezu vergleichbare Strukturen gebe. „Wir müssen mit Gemeinschaftseinrichtungen dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen in den Dörfern bleiben und dass das Leben dort lebenswert bleibt“, unterstrich Fritzsch.

Dass es für Kressenbach seinerzeit die letzte Chance gewesen sei, in das Dorferneuerungsprogramm zu kommen, hob Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai (SPD) hervor. „Hier wurden rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt“. Mit dem  Gemeinschafts-   und Feuerwehrhaus sei ein vitaler Ortsmittelpunkt sowie ein neues Sozialkapital entstanden, so Kavai. Wichtig seien Schutz und Segen Gottes für die neuen Häuser und die Menschen, die dort ein- und ausgehen, sagte Pfarrer Joachim Truss, der die Segnung vornahm.

 „Auf diesen Augenblick haben wir lange hin gearbeitet“, erklärte Hartmut Kind vom Planungsbüro SP Plus. Es sei eine besondere Aufgabe gewesen, zwei Häuser zusammenzufügen. „Endlich ist es geschafft“, zeigte sich die Vorsitzende des Fördervereins „Wir in Kressenbach“, Sabine Kirchner, erleichtert. Der Verein habe sich zum Ziel gesetzt, das neue Gemeinschaftshaus mit Leben zu erfüllen.


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