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18. Mai 2012



Einnahmen der Stadt sprudeln kräftiger

Von Walter Kreuzer

Schlüchtern
Die finanziellen Verhältnisse der Stadt Schlüchtern sind alles andere als gut. So tief wie noch im Nachtragsetat geplant fiel das Haushaltsdefizit 2011 aber nicht aus.

Lydia Kohlhepp, Leiterin der Finanzabteilung, gab dem Haupt- und Finanzausschuss jetzt einen ersten Überblick über die Entwicklung im laufenden Jahr. Zum jetzigen Zeitraum belaufen sich Einnahmen wie Ausgaben auf jeweils etwa 13,5 Millionen Euro. Während diese Zahlen kaum Aussagekraft hätten, bewertete sie die bislang in 2012 eingegangene Gewerbesteuer in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro positiv: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Der Betrag liege leicht über dem zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. 2011 schloss die Stadt mit Gewerbesteuereinnahmen von 5,25 Millionen Euro ab, was dem Ansatz im Nachtragsetat entspricht.

Auch bei den anderen Steuerarten hat die Stadt Schlüchtern laut Kohlhepp von den allgemeinen Anstiegen profitiert. Hier liegt das Jahresergebnis 2011 mit 5,29 Millionen Euro um 350 000 Euro über dem Plan. „2012 setzt sich dieser Trend fort“, zeigte sich die Amtsleiterin zufrieden. Das gilt insbesondere beim Anteil an der Einkommensteuer. Hier entfallen von den 60 Millionen Euro Zusatzeinnahmen des Landes 120 000 Euro auf Schlüchtern. Bei den Einnahmen aus dem Familienleistungsgesetz sind es 50 000 Euro mehr, während der Umsatzsteueranteil lediglich um 3200 Euro über den Erwartungen liegt.

„Im Ergebnis haben wir für 2011 einen Fehlbetrag von 2,6 Millionen Euro ausgewiesen. Wenn die Abschreibungen eingerechnet werden, könnte sich das tatsächliche Jahresergebnis noch auf ein Minus von 1,4 Millionen Euro weiter verbessern“, sagte Kohlhepp. Der Haushalt 2012 geht von einem Fehlbedarf in Höhe von 2,75 Millionen aus.


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