Ensemble FeelX führt Georg Büchners „Leonce und Lena“ auf
Von Elisabeth Schmitt
Bad Soden
Das Ensemble FeelX ist immer für Überraschungen und Ideen gut. Am Samstag feierte das Team mit dem Publikum auf dem Plateau vor der Stolzenbergruine Premiere für Georg Büchners „Leonce und Lena“.
Es braucht keine aufwändigen Kulissen: Ein altes Gemäuer, eine kleine Holztreppe, grüner Rasen und vor allem ein engagiertes Ensemble genügen vollauf, um ein Theaterstück eindruckvoll in Szene zu setzen. Unverzichtbar ist die dezent in der Kulisse platzierte umfangreiche Technik.
Den beschwerlichen Fußweg auf die Höhe versüßt das Ensemble mit Musik und kleinen Szenen über Georg Büchner und die Zeit, in der er lebte. Die unterhaltsamen Verschnaufpausen stimmen auf die Aufführung ein. Oben angekommen, halten das Ensemble und die DLRG-Ortsgruppe Erfrischungen bereit.
Regie: Felix Wiedergrün, Regieassistenz: Sarah Wiedergrün, Regie Erlebnispfad: Michaela Feldman, Georg-Büchner-Erlebnispfad: Rudolf Falk, Elisabeth Ghulam, Thomas Hummel, Hugo Huhn, Eva Neumann, Stefanie Zellmann, Herbert Freund (Gesang, Gitarre), Willia Schmidt-Glenewinkel (Violine), Licht-, Ton-, Pyrotechnik: Benjamin Emeling, Jutta Körber, Mathias Link, Daniel Schier, Alexander Stehlik, Logo: Rainer Amberg, Maria Huhn.
Ein Jahr nach seinem zehnjährigen Bestehen hat sich das Ensemble der 1836 entstandenen Politsatire von Georg Büchner, der vor 175 Jahren gestorben ist, angenommen. Das Publikum hat seine Freude an den Darstellern in ihren Rollen und erlebt einen schönen Abend. Man amüsiert sich, als König Peter im unförmigen Pelzmantel und Unterwäsche erscheint und sich von Bediensteten ankleiden lässt. Aufmerksames Zuhören ist angesagt bei schwermütigen, doch wortgewandten Monologen von Prinz Leonce. Mit den Worten „Ich habe die große Beschäftigung, müßig zu gehen“, reiht sich sein Begleiter Valerio in nachlässiger Kleidung in die Schar der Nichtstuer ein, freut sich aber des Lebens. „Ihr, Prinz, seid ein Buch ohne Buchstaben, mit nichts als Gedankenstrichen“, charakterisiert er Leonce.
Leonce und Lena sind zwei Königskinder, die einander versprochen sind, sich aber nicht kennen. Beide wollen keinen Unbekannten heiraten. Sie reißen unabhängig voneinander aus, begegnen sich unterwegs und verlieben sich. So kommt dann doch zusammen, was zusammenkommen soll.
In dem bewegten Spiel gibt das Ensemble einen Blick in eine Zeit um die Französische Revolution. Für Regisseur Felix Wiedergrün ist es ein Stück über eine „Persiflage, über die Lächerlichkeit und Langeweile einer höheren Gesellschaft, deren höchste Beschäftigung Müßiggang heißt und deren beste Fertigkeit das Nichtstun ist.“
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Occupy (366) | 11. June 2012;11.06.2012;1339419266 --> 11 Juni 2012
Vergessen oder verdrängt...
...haben die KN, dass es sich hier um reines Amateurtheater handelt. Weil die verarmte Stadt BSS sich aber nur noch solcherart selbstgestrickte Events leisten mag, die nicht ins (anspruchsvolle) Konzept des "Kultursommers" passen, verweigert ihr der Main-Kinzig-Kreis regelmäßig - so auch in 2012 - die Teilnahme. Ein hartes Urteil, aber gerecht gegenüber den umliegenden Gemeinden, die Geld und Profiarbeit investieren!
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bss-leser (68) | 11. June 2012;11.06.2012;1339420300 --> 11 Juni 2012
Quatsch wie immer, Occupy.
Unverschämt die Leistung dieser jungen Menschen so in den Dreck zu ziehen. Herr Wiedergrün, studierter Germanist, hat tolle Arbeit geleistet. Genau wie der Rest des Ensembles. Und der MKK, vertreten durch Herrn Zach samt Ehefrau, waren begeistert.
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Occupy (366) | 12. June 2012;12.06.2012;1339499761 --> 12 Juni 2012
Begriffsverwirrung
Wenn des Herrn Lehrer Wiedergrüns Arbeit als "studierter Germanist" (gibt´s eigentlich auch unstudierte?) und die Beiwohnung von Herr Zach & Frau als Qualitätsnachweis der Aufführungen herhalten müssen, ist nur logisch, dass hier mit Verve Amateure zu Profis hochstilisiert werden sollen. Auf den Kulturverlust durch die Büttner´sche Sparpolitik folgt damit ebenso logisch der Realitätsverlust.









