Feuerwehr Schwarzenfels feierte 135-jähriges Bestehen
Schwarzenfels
Die Feuerwehr Schwarzenfels hat auf der Burg des Sinntaler Ortsteils ihr 135-jähriges Bestehen sowie die Wiedergründung vor 60 Jahren gefeiert. Während einer Feierstunde wurden langjährige Feuerwehr-Mitglieder für ihre Vereinstreue ausgezeichnet.
„Feuerwehrleute sind komische Menschen; wo andere weglaufen, laufen sie hin“, bemerkte der Vorsitzende der Schwarzenfelser Brandschützer, Frank Kohlhepp, während der Feierstunde anlässlich des 135-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr des Sinntaler Ortsteils. Leider werde es immer schwerer, die Menschen zu diesem Hinlaufen zu bewegen, bedauerte Kohlhepp allerdings. Ähnlich wie Musiker für ihre Auftritte probten, trainierten auch die Blauröcke für ihre Einsätze; nur wisse man nie, wann und wo diese seien. Das dürfe nicht dazu verleiten, dass Feuerwehren in Zweifel gezogen werden, resümierte Kohlhepp.
Dass die Feuerwehr nicht so einfach mit anderen Vereinen vergleichbar sei, betonte Kreisbeigeordneter Matthias Zach (Grüne). Erst wenn Sportler um Mitternacht eine Mannschaft auf einem Spielfeld aufstellen könnten, sei ein solcher Vergleich vielleicht zulässig. Die Bedeutung des Ehrenamtes lobte auch Sinntals Bürgermeister Carsten Ullrich (SPD). In der Chronik zeichnete der frühere Wehrführer Erich Zeller die 135-jährige Geschichte des Ehrenamtes im Brandschutz nach. Respekt zollten auch die Vertreter der örtlichen Vereine sowie der Patenwehr aus Wolfsburg Unkeroda in Thüringen. Während der Feierstunde, die vom Musikverein Weichersbach-Schwarzenfels sowie von der Singgruppe der Heimat- und Wanderfreunde Schwarzenfels gestaltet wurde, wurden zahlreiche Mitglieder für ihre Vereinstreue geehrt.
Der Gottesdienst, der der Feierstunde vorangegangen war, musste wegen des schlechten Wetters in die Kirche verlagert werden. In seiner Predigt ging Pfarrer Karl Ludwig auf die Bedeutung der Feuerwehr für den Ort ein. Sie gehöre zu Schwarzenfels wie die Burg, sagte er. Die Fürbitten wurden von der Jugendfeuerwehr vorgetragen. Im weiteren Tagesverlauf fand dann der Festbetrieb rund um die Burg statt. Neben der Musik von Alleinunterhalter „Sinntal Harmonie“ Harry Mack aus Zeitlofs gehörte dazu auch eine Ausstellung der Oldtimerfreunde Alsfeld.
Dieser Verein kümmert sich um einen alten Unimog, der in Diensten der Brandschützer des Sinntaler Ortsteils stand.
Bereits an den Abenden zuvor hatten die Schwarzenfelser mit einer Blaulichtparty und dem Open Air mit den Wülfershäusern ordentlich gefeiert. Vor allem die fränkische Band heizte dem Publikum mächtig ein, bevor die Veranstaltung wegen eines Gewitters abgebrochen werden musste. Freien Eintritt mussten die Schwarzenfelser allerdings keiner anderen Wehr gewähren, denn keine Gruppe konnte nachweisen, dass sie älter ist. Zumindest war keine angereist.
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