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18. Oktober 2012



Finanzspritze für Feuerwehrhaus in Wallroth

Von Fritz Christ

Wallroth
Einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 179 000 Euro erhielt die Stadt Schlüchtern gestern für den vorgesehenen Neubau eines Feuerwehrhauses in Wallroth.

Hoher Besuch aus Wiesbaden gestern Nachmittag in Wallroth: Werner Koch (CDU), Staatssekretär im hessischen Innenministerium, übergab an Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) einen Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von 179 000 Euro für den vorgesehenen Neubau des Wallrother Feuerwehrhauses. Es handelt sich dabei um 40 Prozent der förderfähigen Bausumme von  500 000 Euro.

Neben dem Staatssekretär konnte der Wallrother Wehrvorsitzende Stefan Limpert zahlreiche Gäste im Feuerwehrhaus begrüßen. Das 1950 gebaute Haus sei in einem schlechten Zustand und inzwischen zu einer Last geworden. Insbesondere sei das Obergeschoss sanierungsbedürftig. Dort befinden sich Wohnungen, die nach dem Krieg als Unterkunft für Heimatvertriebene dienten, aber nicht mehr genutzt werden können.  

„Hier muss was getan werden“, sagte Staatssekretär. Das Land Hessen stelle jährlich 30 Millionen Euro für die Förderung des Brandschutzes zur Verfügung. „Wir brauchen ein funktionierendes Feuerwehrwesen“, hob Koch hervor. Es gelte, den Brandschutz auch weiterhin auf ehrenamtlicher Basis sicherzustellen. Der Staatssekretär zollte den freiwilligen Helfern Dank und Anerkennung. Von großer Bedeutung sei die Nachwuchswerbung. „Die beste Ausstattung nützt nichts, wenn es nicht genügend ehrenamtliches Personal gibt.“

  „In den zurückliegenden 20 Jahren sind die Feuerwehren der Stadt Schlüchtern komplett runderneuert worden“, verwies  Bürgermeister Fritzsch auf erhebliche Investitionen der Stadt zur Sicherstellung des Brandschutzes. In allen Stadtteilen seinen Neu- oder Umbauten an den Feuerwehrhäusern erfolgt. Jüngste Beispiele seien die Häuser in Hutten und Gundhelm. Gegenwärtig werde in Kressenbach neu und in Elm umgebaut.

Nach verschiedenen Überlegungen sei man laut Fritzsch zum Entschluss gekommen, in Wallroth das Feuerwehrhaus abzureißen und an gleicher Stelle einen Neubau zu errichten. Er sei froh, dass das Vorhaben vom Land gefördert werde. Wie das Stadtoberhaupt hervorhob, obliegen der Feuerwehr Wallroth mit reichlich Gewerbe und Industrie sowie der Autobahn wichtige Aufgabenbereiche.

Keine Bleibe für Bauzeit

Auch für den  Schlüchterner Tunnel  sei  die Feuerwehr Wallroth mit im Alarmplan, bekräftigte Kreisbrandinspektor Markus Busanni. Er zollte den Wallrother Wehrleuten große Anerkennung ob deren Aktivitäten. Mit dem neuen Feuerwehrhaus solle die Wehr zukunftsfähig gemacht werden. Darüber hinaus erhalte sie 2013 auch ein neues Fahrzeug, welches das derzeitige über 25 Jahre alte Auto ersetzt.

  Dass die Wallrother Feuerwehr zu den Aushängeschildern im Bergwinkel gehöre, hob der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz hervor. Es gelte, jetzt die von der Feuerwehr Wallroth und der Stadtverwaltung gemeinsam erarbeitenden Pläne in die Tat umzusetzen, sagte Stadtbrandinspektor Helmut Zinkand.

  Die Leiterin des Stadtbauamtes, Heike Merten, gab Erläuterungen zum Projekt. Vorgesehen ist ein 22 mal 18 Meter großes eingeschossiges Gebäude mit einer 100 Quadratmeter großen Fahrzeughalle, Schulungsraum, Umkleideräume, Jugendraum sowie weiteren Funktionsräumen. Der Abriss des alten Feuerwehrhauses soll im kommenden Frühjahr erfolgen und anschließend an gleicher Stelle der Neubau errichtet werden. Laut Fritzsch ist die Fertigstellung für Frühjahr 2014 vorgesehen. Noch nicht abschließend geklärt ist die Unterbringung der Feuerwehr während der Bauphase.


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